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Archiv für die Kategorie ‘Fremdgebastelt’

Wie schoen, ein Regenbogen…

26. August 2012 Keine Kommentare
Wie schoen, ein Regenbogen...

die Maschinenbaeuerin hat endlich die KLE500 wieder zusammen gebaut. Hat ja nun auch gedauert, bis diverse Oele, Waesserchen und Filterelemente getauscht waren. Ich versteh gar nicht, dass man mehr Zeit mit Schrauben als mit Fahren zubringen kann, Madame scheint aber ein Bastelfan zu sein. Mir solls recht sein. Die F650GS ist ja soweit fahrtuechtig, so dass die 12er bis zur Rueckkehr frisch gewienert und geschmiert ausharren darf. Wenn ich nur mit den Mickymauskoffern der kleinen GS nicht in die Kacke gegriffen habe, da geht kaum was rein und ein paar Tage waere man ja schon auf Tour.

So trat ich den Heimweg dann also auf der KLE500 an. Waehrend ich so ueber die kleinen Straesschen auf mein Abendessen zufahre, zieht sich der Himmel mal wieder zu. Beim Basteln gab es schon 3 mehr oder minder schwere Regenschauer, das Schlimmste schien ueberstanden. Von wegen, der richtig ueble Sturm kam dann exakt 3 Minuten nachdem ich zu Hause war. Passt.

Da darf jeder mal…

11. September 2011 Keine Kommentare
Da darf jeder mal...

wenn man dank beruflicher Verpflichtungen nur noch an den Wochenenden in Muenchen ist, versucht man natuerlich viele spassige Dinge unterzubringen. Dazu gehoert auch, mit diversen Kisten rumzufahren. $Kind_2 war mit von der Partie und so wurde nach dem erfolgreichen Wiederbeleben des Schwimmers am linken Vergaser der Ural eine 4-koepfige Probefahrt mit der Russin und der 125er gemacht1. Damit auch jeder unterschreiben konnte, dass die aufwaendigen Reparaturen und Wartungen nicht umsonst waren, musste durfte auch jeder fahren, was ihm gerade Spass machte, wahlweise selber oder als Fahrgast. Nachdem nun allgemein sowohl die XR als auch die Ural als fahrtauglich, sicher und spassig befunden wurden, ueberfuehrte ich die Russin mit Wolferl nach $Heimat, nicht ohne einen Stop einzulegen, um den aktuellen Kilometerstand von 6.000 km festzuhalten. -.-

 

  1. also in Summe, nicht pro Fahrzeug []

Olga ist wieder dicht…

4. September 2011 1 Kommentar
Olga ist wieder dicht...

nachdem bei der letzten Probefahrt mit einem lauten Knall die Kopfdichtung ihren Dienst quittierte, wurde heute endlich eine neue verbastelt. Hier bot es sich an, gleich die Stehbolzen mit zu tauschen und nochmal ordentlich die Ventile einzustellen. Als naechstes steht dann noch eine Vergaserkontrolle an und dann kann man die Russin eigentlich mal wieder auf die Strasse schicken. Die Probefahrt verlief diesmal ohne lauten Knall, wenn man von den „normalen“ explosionsartigen Zuendungen der Karre absieht.

offenherzige Russin zeigt alles…

22. August 2011 Keine Kommentare
offenherzige Russin zeigt alles...

wenn es nicht so traurig waere, es waere schon beinahe zum Bruellen. 2 Tage hat sich Wolferl Zeit genommen, um bei strahlendem Sonnenschein in der kochend heissen Halle bis zum Ellbogen in Oel steckend, schwitzend und fluchend der alten Kuh das Herz zu zerlegen. Neue Dichtungen, neue Kolbenringe, extra eine Kolbenringzange besorgt um in akribischer Kleinarbeit der Karre das oelen auszutreiben.

Gestern war es dann soweit, die Kiste hat frische Ringe drin, Oel, Dichtungen, alle Schrauben angezogen und dann geht es los. „Langsam, ich fahr erstmal nur Probe“ – „jaja, mach das“ – „Muss ja alles noch einlaufen und schmieren …“ – „aha, jaja“

Bisschen chauffieren lassen ist immer gut und so schmeisse ich mich in den Beiwagen und los gehts. Vielleicht ein bisschen weniger laut koennte man meinen .. blaue Rauchfahnen nur noch mit viel Phantasie erkennbar, also eigentlich nicht mehr vorhanden, nicht mehr als jeder andere Boxer halt.

Die Probefahrt endete dann 2 km von der Halle entfernt, als sich mit einem ohrenbetaeubenden Knall die Kopfdichtung verabschiedete und als froehlich im Wind wedelnder Fetzen am Zylinder hing.

Da muss ich dann noch mal bei“ – „aha … jaja..“

Olga stinkt hinten…

14. August 2011 5 Kommentare
Olga stinkt hinten...

$Spezl, mit dem ich vor kurzem ans schwarze Meer fuhr, besitzt seit April ein Uralgespann. Fuer recht kleines Geld erstand er die Bastelburg und wird nicht muede zu betonen, dass es hier nuuuuur um den Spass am schrauben geht. Dass die Fuhre anstandslos eine HU schaffte, war eine glueckliche Fuegung und der reichlichen Zugabe von WD40 fuer alles was sich bewegen und elektrifizieren muss und Panzertape fuer alles was nicht wackeln darf, zuzuschreiben. Die Plakette diente auch erstmal nur als „Erlaubnis der fortwaehrenden Probefahrt“ fuer Wolferl. „Ich weiss, da muss ich noch mal bei …“ quotiert er jegliche Baustelle an der alten Russin.

Nachdem in wochenlanger Kleinarbeit ein neuer Kabelbaum gestrickt wurde, die Funktion von Antrieb und Bremse gesichert wurde und man die Karre ohne schlechtes Gewissen auf den Verkehr loslassen durfte, wurde heute eine Miniausfahrt gewagt. Wolferl’s Ansage: „wir fahren den Andi besuchen, das sind ueber 40 km einfach und er hat ja einen Uralfahrer zu Besuch„. Aha .. falls die Fuhre auseinander faellt, ist einer vom Fach vor Ort, verstehe. Aber Wolfi hat vorgesorgt. Neben 3.5 l Oel1 wurde ein vollstaendiger, 20 kg schwerer Werkzeugkasten in den Kofferraum des Beiwagens verfachtet. „Man weiss ja nie, was man braucht.“ – Soso, aha. Als Geheimwaffe wurde gleich noch ein vollstaendiger Dipl.-Ing. des Maschinenbaus der Luft- und Raumfahrt ins Boot gesetzt. „Man weiss ja nie….“ . Soso, aha. Innerlich hat es mich fast zerrissen. Das gruene Gespann, vom Russen montiert, technisch auf einem Niveau von Neunzehnhundertkieselstein, kann vom beruehmten kasachischen Hufschmied Instand gesetzt werden und dann sitzen da zwei Ingenieure mit einem blauen Werkzeugkasten und freuen sich wie kleinen Kinder wenn ihnen die Scheisse nicht um die Ohren fliegt. Herrlich.

Von der kleinen Werkstatthalle bis 10 km vor dem Ziel lief auch alles wie geschmiert. Von der blauen Rauchsaeule, die2 weithin sichtbar emporstieg, mal abgesehen. An einer kleinen Kreuzung zwischen weissnichmehr und wogehtslang wird das Gespann immer langsamer. Ich wende und hoffe es wird hier Rauchpause oder grosses Palaver geben, muss aber erfahren, die Olga zuendet nur noch auf einer Titte. Dann geht sie ganz aus. Grosses Staunen. Es werden Kerzenschluessel gesucht, nur die falshce Groesse gefunden, vermittels sanfter Gewalt die Kerze doch noch entfernt … ein Kerzenbild wie gemalt zu Tage gefoerdert .. geraetselt. Ein Motor, vor allem wenn nach Bauplaenen von 1940 gebaut, ist nun keine Raketenwissenschaft. Es bedarf eines Gemisches aus Luft und Sprit  und zum Zeitpunkt der Verdichtung einen Funken. Dann macht es BUMM und das ganze wiederholt sich. Die „Reparatur“ bestand in diesem Fall darin, die Karre zur 500 Meter entfernten Tankstelle zu schieben.

Nun, der restliche Tag verlief angenehm ereignislos. Rumsitzen, anderen beim Bremsen nachstellen zusehen, Anekdoten lauschen und dann3 ohne Stoerungen wieder ueber Land nach Hause gefahren. Als naechstes steht nun eine kleine Motorrevision an, 1/4 l Oel auf 50 km ist einfach zuviel und mit ein wenig Glueck laermt die Alte dann auch nicht mehr so hoellisch. Wenn das alles gemacht ist .. vielleicht stinkt sie dann auch nicht mehr so, da hinten.

  1. 10W40 … stand gerade rum []
  2. zumindest aus dem linken Auspuff []
  3. dank der vollgetankten Olga []

Umzug…

6. März 2011 Keine Kommentare
Umzug...

in der Halle wurde der hintere Teil frei, neue Interessenten stehen aber schon vor der Tuer. So wurde heute mittag in einer kurzfristig anberaumten Aktion der vordere gegen den hinteren Hallenteil getauscht. Flugs vermessen, Parzellen markiert1 und die Mitmieter unseres Bereiches telefonisch um Zustimmung gebeten. Statt blosser Zustimmung gab es auch gleich Anreise. So konnte jeder seinen Muell2 selber umraeumen und schon nach ein paar Stunden war der neue Platz belegt und der alte besenrein. Die Maschinenbaeuerin verbastelte eine weitere Errungenschaft an die KLE und ich waermte mich derweil an dem noch unverzichtbaren Katalytstrahler. Die 11kg Flasche ist immer noch nicht leer, ich hoffe die haelt noch ein wenig oder der Fruehling gibt endlich mal Stoff, ich bin es langsam leid, morgens und abends bei knapp ueber 0°C herumzureiten. Achja, die Maus ist kein Umzugsopfer, die fanden wir hinter dem Reifenstapel. Armes Ding.

 

  1. weils einfach stressfreier ist []
  2. ausser Muetzli, der war unabkoemmlich im feindlichen Ausland []

Wir befinden uns in einer Progression…

27. Februar 2011 2 Kommentare
Wir befinden uns in einer Progression...

und das merkt man deutlich. Wenn man naemlich mit den neuen Wilbers Gabelfedern versucht den Kotfluegel auf den Reifen zu dotzen1, kommt man an seine Grenzen. Die progressiven Federn tun also wirklich ordentlich. Am heutigen verregneten Sonntag wurde in der Halle nebst einer Entkokung von Wolferls Wespe2 auch der Einbau der Geburtstagsfedern vorgenommen. Eigentlich recht schick so eine Lieferung von Wilbers. Progressive Federn3, ABE, Anleitung, Aufkleber4,  1 l Gabeloel SAE 7.5 und ein T-Shirt5. Vermittels hochprofessioneller Metalllineal an Zollstock geflanschter Messvorrichtung6 zur Ermittlung  der Luftkammer wurde also gebastelt und gebaut und zum Abschluss, waehrend die Vespa schon froehlich tuckerte7 noch die Bremsbelaege vorne erneuert. Alles in allem ein recht entspannter Tag und die KLE500 hat nun vorne wie hinten Wilbers verbaut. Der Wespe wurde bei der Gelegenheit der Schlauch des Ersatzreifens8 am Heck verpasst. Das geht vollstaendig ohne Montageeisen, denn die „Felge“ ist zweiteilig. Ein paar Schrauben aufmachen, „plopp“ springen die beiden Haelften des Felgenringes ein Stueck auseinander. Nun Luft komplett ablassen, dann bekommt man den Schlauch einfach rausgezogen und den neuen hineingefummelt. Bisschen Luft .. bischen druecken .. bisschen schrauben, passt. War mir komplett neu, klappte aber gut .. irgendwie macht mich so eine Vespa fast schon an, ueberschaubare Technik, simple Funktionsweise… naja, mal sehen.

  1. vorher ging das recht gut []
  2. das rote Kleinod []
  3. enge Wicklung nach oben []
  4. Werbung []
  5. Doppelte Werbung []
  6. Bild 5 []
  7. gefuehlter Leerlauf 20 Umin []
  8. blank wie ein Babyarsch aber Hauptsache man hat einen unter der Backe []