naja, nicht so wirklich. Die Offroadstrecke ist die Ortsdurchfahrt von Neufinsing, an der BMW Karl Maier seine heiligen Hallen hat. Vermittels Baggergeraet und vielen Bauarbeitern schickte sich der Strassenbauer an die komplette Strasse aufzureissen, damit Kanaele und Strassenbelag im Oktober in neuem Glanz erstrahlen und vom Frost zerrissen werden koennen. Diese Baumassnahme fuehrt nun dazu, dass man eine kleine Offroadstrecke direkt vor Maiers Hof, Tankstelle und Gebrauchtmoppedausstellung findet und dankbar am Vortriebsregler dreht.
Wie ich bereits schrubte, stottert die Kuh mit ihren beinahe jungfraeulichen 110.000 km ploetzlich und beim Ueberholen laeuft man Gefahr mangels Beschleunigung ausgelacht oder, fast noch schlimmer, neben oder hinter dem zu Ueberholenden zu versauern. Das eine flinke Flucht aus einer Gefaehrdungssituation oder vor der Rennleitung damit ebenso wenig gegeben ist, verschlimmbessert das Problem unnoetig.
Nach dem erfolglosen Wechsel der Kerzen und damit ich nicht auf Verdacht teils teure Bauteile tausche, wollte ich mittels des Diagnosenuschels am Krad von BMW wissen, woran die Fuhre nun krankt. Schon die Beschreibung des Fehlers und die Information, dass das Problem vornehmlich beim ruckartigen Beschleunigen und bei 3.500 U/min und 4.500 U/min auftritt, reicht dem Werkstattmeister um aus dem Lager ein einziges Bauteil hervor zu zaubern. Nach einer Probefahrt um sich selbst ein Bild zu machen und das Vorgefertigte damit zu festigen, wechselt er eben dieses Bauteil und die BWM ist geheilt.
Zuendkerzenstecker, inkl. Einbau und MwSt. 114.78 EUR.

ein “interessanter” neuer Fahrmodus wurde bei der Kuh gerade ins Leben gerufen. Ruckelmobil. Solange man gemaechlich Gas gibt, ist alles im Lack, will man ueberholen und will am Lautstaerkeregler auf Huiii einstellen, stottert und protzt die Kiste, das es eine Pracht ist. Autobahn ueber 140 km/h ist auch nicht drin, kein Vorwaertskommen ab einer gewissen Gashahnstellung. Also laeuft die Fehlersuche. Da ich keine 4 Kerzen griffbereit hatte, wurden erstmal nur die Hauptkerzen getauscht und der Luftfilter erneuert, leider ohne den gewuenschten Erfolg, ausser dass die Ersatzteile nun drin sind. Weiterhin keine ordentliche Gasannahme.
Weiter geht es mit Nebenkerzen, Zuendzeitpunkt / Synchronisation, Benzinpumpe und deren Filter und wenn das alles nichts wird, muss die Kiste eben flambiert werden.
Antwort: keine Ahnung.
Ich mutmasse einfach mal. Vermittels des Kraftrades von A nach B ueber C und nach Moeglichkeit D und E zu kommen schuettet im maennlichen Koerper reichlich Glueckshormone aus. Diese steigern die Reaktion, Konzentration und auch die Sensibilitaet. Dergestalt gepusht und unter koerpereigenen Drogen, quasi mitten in einem Endorphin-, Adrenalin-, Serotoninrausch befindlich, dem Koerper Reserven abverlangend strebt der selbe nach Energie.
Wie kann man nun besser und schneller Kalorien und Kohlehydrate nebst Pferd Rind in den Kradfahrer bringen als mit einem Zwischenstopp beim Burgerbraeter des geringsten Misstrauens? Die Frage war rhetorischer Natur. Mahlzeit ihr Lieben.

die Maschinenbaeuerin hat endlich die KLE500 wieder zusammen gebaut. Hat ja nun auch gedauert, bis diverse Oele, Waesserchen und Filterelemente getauscht waren. Ich versteh gar nicht, dass man mehr Zeit mit Schrauben als mit Fahren zubringen kann, Madame scheint aber ein Bastelfan zu sein. Mir solls recht sein. Die F650GS ist ja soweit fahrtuechtig, so dass die 12er bis zur Rueckkehr frisch gewienert und geschmiert ausharren darf. Wenn ich nur mit den Mickymauskoffern der kleinen GS nicht in die Kacke gegriffen habe, da geht kaum was rein und ein paar Tage waere man ja schon auf Tour.
So trat ich den Heimweg dann also auf der KLE500 an. Waehrend ich so ueber die kleinen Straesschen auf mein Abendessen zufahre, zieht sich der Himmel mal wieder zu. Beim Basteln gab es schon 3 mehr oder minder schwere Regenschauer, das Schlimmste schien ueberstanden. Von wegen, der richtig ueble Sturm kam dann exakt 3 Minuten nachdem ich zu Hause war. Passt.
Einhundertzehntausend Kilometer. 110.000 km. 110 Mm. Oder wie man in Boxerkreisen munkelt, gerade eingefahren.

der TKC80 war ja nun reichlich lange auf der GS, schon letzten Juni habe ich die Contis in Rumaenien aufziehen lassen. Inzwischen stehen 107.450 km auf dem Tachometer und damit ziemlich exakt 10.000 km mehr als beim Wechsel. TKC80 sind halt doch Dauerlaeufer. Von mir aus haette ich den Gummi auch noch weitergefahren aber irgendjemand fabulierte da was von Mindestprofiltiefe und dass ich diese nicht an jeder beliebigen Stelle messen koenne. Schade, bei dem Saegezahn am Vorderreifen habe ich 0.5mm auf der einen und 5.0 mm auf der anderen Seite. Hinten ist der Continental eigentlich sehr gleichmaessig aufs Mindestmass runtergefahren. Ist im Hinblick auf Lastverteilung und Bremswirkung auch logisch, was wirkt da hinten schon, eben.
Wechsel der Gummis gabs heute zum Spezialpreis, Demontage und Montage selber machen, wuchten hinten ist eh fuer die Katz bei Stolle und so brauchte ich nur die Maschine um mittels dieser das Schwarz zu tauschen. Die Fahrt zurueck nach Hause dann im Vergleich zum TKC80 wie auf Wolken, im Vergleich zu einem Anakee oder Tourance, wie auf Kopfsteinpflaster light. Schade eigentlich, das alle Stollen nicht wirklich Spass machen, wenn man mal ueber 100 km/h faehrt. Klar, geht alles auch bis 200 .. aber Spass ist das nicht. Mit einem Tourance kann man ganz entspannt laengere Zeit 160 auf der Bahn fahren, bei den TKC80 ist schon nach 30 min auf der A99 bei 120 km/h Schluss mit lustig, da steigt man ab und zittert ne Viertelstunde nach. Koennt ich ja gleich Harley fahren. Aber wieder raus aus dem Jammertal, neuer Pneu, neues Glueck. Der K60 soll ja ganz famos sein, auf warmer trockener Strasse faehrt er sich auch sehr angenehm, waer ja gelacht, wenn da nicht eine innige Beziehung entstehen wuerde.
die Scheibenabstuetzung fuer die R1200GS von Touratech hat leider ein paar unschoene Risse an den Auflagepunkten der Scheibe fabriziert. Das ist a) schlecht und 2) haesslich und III) ein nicht trivialer Schwachpunkt. Nachdem die GS nun doch die ein oder andere Meile in holprigem Gelaende erlebte stellt sich natuerlich die Frage, ob ohne die Abstuetzung ueberhaupt eine Lebensdauer von ueber 100.000km erreicht worden waere.
Aber das ist ja reine Spekulation. Die “neue” gebrauchte Scheibe kostete 60.- EUR und der Anbau mit dem kleinen Bordwerkzeug in 10 Minuten erledigt. Das der Spoiler in “Klarglasoptik” ein wenig auffaelliger ist, legt sich wohl mit der Zeit, verzichten will ich auf den kleinen Helfer nicht mehr; die Ruhe und der Windschatten sind einfach zu schoen. Um die Scheibe dennoch zu entlasten, nehme ich mir einfach mal vor, das Ding vor einer Offroadetappe abzunehmen.
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