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Archiv für die Kategorie ‘Touren’

Regen, Sonne, Mopped fahren..

7. August 2014 Keine Kommentare
Regen, Sonne, Mopped fahren..

Wetter ist unwichtig .. jedenfalls rede ich mir das immer wieder ein, wenn die Kiste bestiegen wird um ein paar Kilometer in den Bergen herum zu fahren. So nimmt man es dann auch in Kauf von strahlendem Sonnenschein gepeinigt oder von stroemendem Regen abgekuehlt zu werden. Ingress spielend Mopped fahren bringt dann zwei extrem interessante und spassige Hobbies zueinander und so faehrt man eben an einem Tag klitschnass und am naechsten im eigenen Saft durch die Welt.

Waehrend am ersten Tag noch Ingress und das Alpenvorland im Fokus stand, wurde der zweite Fahrtag fuer die uebliche 450 km Runde von Muenchen nach Garmisch, Namlos, Hahntennjoch, Kuehtai, Ochsengarten, Stilzer Sattel, Walchensee, Mittenwald, Leutaschklamm genutzt. Ausnahmsweise mal mit Sozia, die hoffentlich mehr vom Kradfahren angefixt wurde. Auch wenn am ersten Tag deutlich mehr „Umwelteinfluss“ die Kleidung benaesste. Tja, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falshce Kleidung.

Betriebsausflug…

26. Juli 2013 2 Kommentare
Betriebsausflug...

wird in den Raum geworfen. „Gehst‘ schon mit?“ – „WTF?! Wandertag bissu doof?“ – „Na, Depp, Mopped fahn und Zeix..“ – „Warum nachad ned, dabei.“

Und da stand ich dann, morgens um 6:581 am Mopped, fixierte photographisch noch schnell den KM Stand von 112.000 km und packte ein Sixpack Wasser 0.33 l in den Alukoffer. Es sollte warm werden, ziemlich warm … scheiss heiss um genau zu sein. Um 07:30h ist Treffpunkt in der Firma. Nun ist das Gelaende recht gross und hat einige kleine Seitenstrassen, die Hausnummern folgen keinem mir bekannten Prinzip und so ist es mehr dem Zufall geschuldet, dass ich puenktlich zum einchecken da bin. Gegen Unterschrift erhalte ich meine Zeitgutschrift, denn der Tag mit Ausflug wird voll uebernommen, sowie einen 10.- EUR Schein, als Brotzeitgeld. Jetzt mal im Ernst, nen freien Tag mit Moppedfahren und noch Taschengeld? Bin ich in der Anstalt?

Als Truppe mit 17 Moppeds und 20 Teilnehmern rollern wir los, naja gerollert hat in dem Fall nur Geheimrat Brosche2 auf seinem Burgman 650 Wohnklo und er kennt auf dem Eimer keine Gnade. Wir zischen Richtung Kesselberg, runter am Plansee Richtung Namlos, rauf aufs Hahntennjoch und der Knaller haengt an mir wie eine Klette. Voller Stolz kriege ich das auch mehr oder minder schonungslos offenbart. Bei jeder der kleinen Pausen ein zufriedenes Grinsen auf seinen Backen und die Ansage, ich haette ihn wieder nicht abgehaengt.

Das gibt mir zu denken. Faehrt der kleine Mann so gut oder fahre ich mittlerweile so schlecht, dass ich einem 650er Roller nicht weg komme? Klar, voll angasen auf der Geraden, da mach ich Meter aber kaum an der Kehre, quaele ich mich rum als fiele die Karre gleich um. Der Reifen singt so laut auf der Strasse, dass ich trotz +40°C das Visier schliesse um keinen Tinnitus zu bekommen. Nach der halsbrecherischen Fahrt vom Hahntennjoch nach Imst fraegt mich einer der Teilnehmer, wann ich mal meinen Reifen zerlegt habe. Meinen Reifen? Messwerkzeug aus dem Tankrucksack um das offensichtliche in kalte Zahlen zu bekommen. Ich fahre die ganze Zeit mit sagenhaften 0.2 Bar spazieren. Der Pneu ist heiss gewalkt wie nie zuvor und meine guten Vorsaetze, dem Kraftfahrzeug mehr Aufmerksamkeit zu schenken, werden erneuert.

Nach einem kurzem Stop bei einer der 1.44 EUR/Liter Super ROZ 95 Tankstellen mit Druckluftversorgungseinheit fuer die Bereifung war ich wieder mit 2.2 Bar auf der Strasse und erlebte3 ein voellig neues Fahrgefuehl an diesem Tag, naemlich so, wie es sein soll. Tja, damit war es das dann auch mit der Klette. 1. Kehre und tschuess bei der Einfahrt zum Ochsengarten. Die unten abgebildete Pizza im Standardformat 40 cm ist uebrigens von Roberto, einer Pizzeria nahe Oetztal4 mit hervorragendem Service, prima Preisen, tollem Ambiente und allem Schnickschnackschnorum.

Wieder daheim um 21:00 mit 450 km mehr auf der Uhr, 6 x 0.33 l Wasser, 3 x 0.4 l Spezi und einer Pizza im Wanst. Betriebsausfluege sind oede? Kann ich so nicht unterschreiben.

  1. wenn das Navi Recht hat []
  2. ein Kollege, 2 Zimmer weiter []
  3. hach welche Ueberraschung []
  4. genauer weiss ich es leider nicht, finde es aber bestimmt wieder []

Goodbye US of A…

15. Juni 2013 Keine Kommentare
Goodbye US of A...

heute ist der Tag des Abschieds. Vor der Fahrt zum Flughafen erhielten wir noch Besuch von den lokalen Ingress Spielern, die uns die besten Stellen zum farmen nach High-Level Items verrieten und von uns ein paar Souvenirs vom Meetup in Austin erhielten um ihre Mitspieler mit Aufklebern fuer ihre Fraktion zu versorgen. Danach ueber ein paar kleine Umwege geht es Richtung George Bush Intercontinental Airport um den Leihwagen zurueck zu geben. Rueckgabe war problemlos und der Shuttlebus brachte uns vom CarTerminal zum Abflugterminal, in dem wir nach der Security Kontrolle noch eine Weile verbrachten.

Tja und nun sassen wir im Flieger nach London, 9 Stunden Filme gucken, Essen, immer wieder Getraenke gebracht bekommen, Dampfen im Stealthmode und die Uhr huepft immer mal eine Zeitzone weiter. Auf der Hinreise ist man quasi am selben Tag nach 8h am Ziel, zurueck dank Zeitumstellungen mit der selben Flugzeit kommt man 1 Tag spaeter erst daheim an.

Unsere Befuerchtung, die sehr kurze Umsteigezeit in Heathrow koennte zu einem Problem werden, haben wir uns im Vorfeld damit weg gefegt, dass es nun weit weniger problematisch ist, in London zu stranden als irgendwo in den USA. Im Zweifel fliegt von UK alle paar Minuten ein Vogel nach Sueddeutschland. Vor dem Landeanflug wurden dann alle Passagiere nach Muenchen aufgefordert, nach dem Aussteigen zu der Dame mit den orangenen Karten zu gehen, damit der Anschlussflug noch erreicht werden kann.

So erhielten wir unsere Express-Connection Karten, die wir vor uns haltend als VIP Pass nutzen konnten um bei langen Schlangen einfach den Fasttrack nutzen. Sehr praktisch so eine Karte, einfach mal behalten, kann man vielleicht nochmal gebrauchen. So erreichten wir voellig problemlos, den Laufschritt haetten wir uns sparen koennen, das Gate, an dem nach ein paar Minuten das Boarding begann. Von London nach Muenchen sind es dann nicht mal 2 Stunden und so haben wie unsere Fuesse schon nach kurzem Flug auf deutscher Scholle. Die typisch deutsche, unfreundliche Einreise- und Zollstation passiert fahren wir per Shuttlebus zum Dauerparkplatz und koennen per eigenem PKW vom Flughafen nach Hause fahren. Wie nach jeder Reise steht dann erst mal ausschlafen auf dem Plan um den Jetlag zu mindern.

Mal sehen wo es uns als naechstes hin treibt.

KategorienAllgemein, Ingress, Touren

Cruising Day…

14. Juni 2013 Keine Kommentare
Cruising Day...

es bleibt warm in Texas. Wie jeden vergangenen Tag auch, pruegelt das Quecksilber sich seinen Weg nach oben inRichtung der 40 Grad Marke. Bevor wir uns der erbarmlungslosen Hitze hingeben, kuehlen wir den Sportage auf angenehme 20°C runter.  Aussteigen wird nun zwar jedesmal zum Abenteuer mit dem Watschnbaum. Immer noch besser als permanent schwitzen.

Die texanischen Staedtchen sind eine Pracht. Die Outlet Malls, die man ueberall findet ebenso. Jedoch nutzt sich der Ahh und Ohh mit der Zeit ein wenig ab, nach knapp 2 Wochen ist man doch irgendwann angekommen und nimmt es als normal an. Haette uns vor 2 Wochen eine Riege F150 vor einem Whataburger noch ins Staunen versetzt, gehoert es nun zum Alltaeglichen und ich beginne es zu moegen. Auch so eine Sache, die mich retrospektiv betrachtet ein wenig nachdenklich macht. Meine massiven Vorurteile gegenueber dem Land, das fuer Oel in den Krieg zieht und sich deren letzter Anfuehrer im Alkoholrausch mit Gott persoenlich kommunizieren sieht, die Krankenversicherung als sozialistische Bevormundung verteufelt und die Grenze von Arm und Reich in eine unueberwindbare Schlucht wandelt, diese Vorurteile bestaetigen die Amerikaner die wir trafen, nicht. Natuerlich, die Klassiker, unglaublich dicke Menschen um Burgerladen, Grossvater und Enkel beim Einkauf von Desert Eagle fuer den Spass im Garten, grottenschlechte Autofahrer, alles vorhanden aber nichts, was so dramatisch waere, dass man das Land in Schutt und Asche legen muesste um die Welt zu retten.

Vor allem eben ein Querschnitt, der in Deutschland vermutlich nicht viel anders ausfallen wuerde. Gut, der mich nachhaltig beindruckende Schuffwaffensupermarkt ist hier unddenkbar aber sonst.. Jedenfalls ist das Bild vom generell verbloedeten Ami einem differenzierterem gewichen. Nun trifft man als Tourist normalerweise auf eine Handvoll Menschen, Bedienungen, Kassierkraefte und Hotelpersonal. Es gibt aber ab und an Gemeinsamkeiten, die Bruecken schlagen. Normalerweise ist es bei uns das Krad, wenn man auf dem motorisierten Zweirad reist, ist der trennende Kaefig des PKW nicht vorhanden und man kommt leichter und offener ins Gespraech, ueberall auf der Welt. Wir hatten Ingress. Dieses globale Spiel, bei dem man nur als Team Erfolg haben kann, bot uns die Moeglichkeit schnell und unkompliziert mit wildfremden Menschen in Kontakt zu kommen und wie aus der deutschen Ingresscommunity gewohnt waren alle, egal ob eigenes Team oder gegnerische Fraktion, immer gerne bereit zu helfen, informieren oder kamen auch extra durch die halbe Stadt gefahren um sich auf ein kleines Schwaetzchen zu treffen.

14 Tage USA sind morgen rum. 14 Tage Interstates, Grossstaedte, Doerfer, Malls, Burgerbuden, Seafood, Palmen, Meer und Menschen. Die Zeit Revue passieren zu lassen faellt beim abendlichen All U can eat nicht leicht, zu sehr ist man mit Ribs, Shrimps und Steak beschaeftigt. Ausserdem ist man noch mittendrin im amerikanischen Standard. Wir geniessen es einfach noch ein paar Stunden.

KategorienAllgemein, Ingress, Touren

NOLA…

11. Juni 2013 Keine Kommentare
NOLA...

steht fuer New Orleans, Louisiana1. Gut, war mir dann auch neu aber von jetzt an wundere ich mich nicht mehr ueber die ganzen Aufkleber, Shirts, Tassen, sonstige Andenken und Plunder, wenn darauf „ich herze NOLA“ steht oder „was in NOLA passiert, bleibt in NOLA“. Schliesslich ist New Orleans die heisseste Stadt der Suedstaaten, wenn man diversen Menschen glauben schenken kann, die dies immer wieder betonten. Vermutlich ein gelungenes Wortspiel, denn so heiss wie es in der Stadt ist, so heiss sind auch die Naechte.

36°C und abends noch 30,5°C. Das sind die reinen Temperaturdaten, wie heiss das Nachtleben ist, davon macht man sich besser selber ein Bild. Genug Kleingeld sollte aber mitgefuehrt werden, ganz umsonst ist hier nix. Mit dem PKW in das French Quarter zu fahren macht nur bedingt Sinn. Zum einen nimmt es die Moeglichkeit ein Bierchen2 zu zischen und zum anderen sind die Parkgebuehren recht saftig. Von 8 bis 18 USD fuer 8h ist da alles dabei. Je naeher am French Quarter, desto teurer. Da unser Hotel im Viertel Algier Point ist, trennt uns der Mississippi vom French Quarter. Bleibt man laenger in der Stadt oder will man jeden Tag ins FQ, so bietet es sich an ein Hotel zu buchen, das in einem der Viertel auf der selben Flussseite liegt.

Reine Faulheit und mein Verzicht auf Alkohol bringt uns trotzdem zu dem Schluss, es versuchen zu wollen. Ein Cab kostet einfach 15 USD und parken je nach Oertlichkeit auch. Bei der Heimfahrt also im Plus. Wir kurven also froehlich Richtung Lee Circle und parken dann fuer 8 USD an der Julia St. Genau an der Ecke ist auch eine Haltestelle fuer ein Street Car. Das sind die Pendants zu den Cable Cars in San Francisco und eine tolle Moeglichkeit bequem von A nach B zu kommen. Die Tageskarte fuer alle Linien3 kostet 3 USD gegenueber dem Einzelticket fuer 1.25 USD. Es gibt Street Cars mit Klimaanlagen, meist sind jedoch einfach nur alle Fenster4 aufgerissen und so blaest eine Brise durch den Wagen. Wir nehmen erst die gruene Linie bis Canal St. dann die Blaue um am Riverwalk bis zum French Market zu kommen.

Das French Quarter ist die Seele der Stadt. In diesem Viertel brodelt es, Bars, Kneipen, Clubs, Stripschuppen, Sexshops, Restaurants und auf den Strassen Gaukler, Taenzer, Akrobaten, die fuer ein paar Dollar die Nacht die Besucher unterhalten. Jazz und Dixie Bands, Brass Bands und die Heilsarmee ziehen musizierend durch die Strassen und ein paar Gottesfuerchtige mit Holzkreuz versuchen die Seelen vor Alkohol, Drogen und Homosexualitaet zu retten. Schoen wenn man noch Ziele hat.

  1. Abk. des Bundesstaates ist LA []
  2. oder mehr []
  3. es sind nur 3 []
  4. inkl. Frontscheiben []
KategorienAllgemein, Ingress, Touren

Louisiana…

10. Juni 2013 Keine Kommentare
Louisiana...

nach einer halbwegs erholsamen Nacht in feuchtheisser Luft in Beaumont machen wir einen Abstecher in die Parkdale Mall um einen guenstigen 2. Trolley zu kaufen. Das umpacken ist zu laestig und die Klamotten fuer die Konferenz koennen dann einfach im grossen Koffer bleiben, waehrend wir nur mit 2 kleinen Koefferchen weiterziehen. Nach einem kleinen Bummel, einem reichlichen Mittagessen und ein paar Schnappschuessen, verlassen wir vermittels der I-10 Texas und sind schon recht bald in Louisiana.

America’s Wetland steht auf dem Schild, das ist nicht gelogen. Kaum in diesem ziemlich gruenen Staat angekommen, tauchen links und rechts immer wieder Seen, Suempfe, Fluesse und Baeche auf. So zahlreich haben wir das in Texas nicht gesehen. Zwischenstop gibt es zum Kaffee und Tee tanken und kleinen Snacks verzehren in Frog City und Baton Rouge. Dort kommen wir mit der aeusserst freundlichen Bedienung bei PJ’s Coffee of New Orleans ins Gespraech und wir verlassen den Laden mit einer langen Liste an Empfehlungen, was man unbedingt in New Orleans gesehen haben sollte.

Nach einer Ewigkeitsfahrt auf der Interstate 10 kommen wir dann in New Orleans an, einchecken im Federal Inn & Suites, in direkter Nahcbarschaft des US Marine Corps und der lokalen Polizeistation, sind wir sicher wie in Abrahams Schoss. Zum Abendessen fahren wir kurz ins empfohlene „The Dry Dock Cafe“, wo $Kollege seine lang ersehente Cajun Spezialitaet Gumbo bekommt, eine Art dicke Suppe oder Eintopf mit viel Fleisch und Meeresgetier. Schmeckt auch gar nicht uebel. Morgen geht es dann in das French Quarter und die beruehmte Bourbon Street.

KategorienAllgemein, Ingress, Touren

Vorsicht beim Umgang mit Schusswaffen…

9. Juni 2013 3 Kommentare
Vorsicht beim Umgang mit Schusswaffen...

der heutige Tag brachte uns von Bishop in Richtung Houston. Den Moloch, die fuenftgroesste  Stadt der USA versuchen wir geschwind suedlich zu umfahren und kommen so am NASA Space Center vorbei. Hier kann man von einer SpaceShuttle Replik Bilder machen und auf Wunsch das ganze Space Center besuchen, wir wuenschten das allerdings nicht.

So ging es im Anschluss weiter nach League City in den „The Arms Room“. Ein Waffenladen mit Indoor Gun Range. Der Ami hat ja mit dem 2. Verfassungszusatz jedem Buerger das Recht in Stein gemeisselt, Waffen zu besitzen und zu tragen. Damit einher geht natuerlich die Benutzung der Schiesseisen. Von Waffen geht ein besonderer Reiz aus, das musste ich schon immer zugeben. Von Waffen im Allgemeinen und vor allem der Risiken im Umgang und das dort jeder Dorfdepp ein Arsenal zur Ausrottung ganzer Staaten vorhalten kann, habe ich jedoch Respekt und heisse es nicht uneingeschraenkt gut.

Jedenfalls hat mich der Supermarkt in Sealy nachhaltig beeindruckt und ein klein wenig mit den dicken Patschehaendchen an so einer Pistole rumfingern, das haette was. Also rein und gucken … und dann mal fragen ob Gaeste hier schiessen duerfen. Es beginnt eine in Deutschland undenkbare Szenerie. Ich teile mit, ich habe keinerlei Plan von so einem Schiesseisen und was man empfehlen wuerde. Pistole oder Revolver, will er wissen. Pistole. Er hat gerade nur 45er Munition, also alles ab hier, sagt er und deutet dabei auf etwa 15 Pistolen hinter ihm, alle seien frisch gereinigt, gewartet und Top Modelle. Wo ich denn her sei. Deutschland. Oh, warum nicht eine Heckler & Koch 45 C? Nehm ich.

Die Munition muss man bei Leihwaffen hier kaufen, keine selber mitbringen. Nachtraegliche Recherche zeigt, nicht teurer als im Waffensupermarkt. So latze ich 20 fuer die Range, 20 fuer die Leihwaffe und 35 fuer die 50 Schuss Kaliber 45 Munition und kriege 2 Ohrstoepsel und darf auf den Schiessstand, der von einem Range Officer bewacht wird. Der traegt auch eine Knarre, muss ja schliesslich, wenn einer doch nen Rappel kriegt, den Ruepel schnell eliminieren koennen.

Man hilft mir die Zielscheibe1 aufzuhaengen und ich fahre die Scheibe nach hinten. So eine Pistole2 erklaert sich von selbst. Magazin raus, Kugeln ins Magazin druecken bis keine mehr reinpasst, Magazin in den Griff, Schlitten durchziehen, Finger an die Wumme, 2 Haende gestreckt nach vorn und wie auf der Schiessbude ueber Kimme und Korn dem Pappkameraden die Lichter auspusten.

Ok, hier der schmerzhafte Teil. Viele Knarren haben unterhalb des Hahns eine Art Sporn, quasi ein Bett in dem der gespannte Hahn ruht. Darueber faehrt der Schlitten beim Schuss nach hinten, die Patrone fliegt aus der Kammer und von unten drueckt die Feder des Magazins eine frische Patrone nach. Wenn man nun diesen Sporn nicht hat und die linke Hand nicht das rechte Handgelenk umfasst sondern die Hand, so das der linke Daumenknoechel am rechten Daumen anliegt, dann klopft der Schlitten an die Hand. In meinem Fall aber nur  1mm und schrammte ein bisschen Haut ab. Wenn man es weiss, tut’s auch nicht weh. Die folgenden 49 Schuss auf die Scheibe3 waren dann inkl. nachladen, Foto machen, versuchen eine Erektion zu vermeiden, auch in nicht mal 30 min verballert.

Meine „Schusswaffenverletzung“ wurde natuerlich sofort fachweibisch von Memsahib mit einem speziellen Hello „Kitty Firearms Wounds Healing Kit“ versorgt.

Am Ende der Tagesetappe kamen wir in Beaumont an, ein guenstiges aber unglaublich feuchtes Zimmer, so einen Mief hatten wir noch nie. Das All U can eat Buffett im Ort war zwar sehr lecker aber das nasse Wohnklo war eine ziemliche Zumutung.

  1. ich habe das 0815 Modell, also nicht Osama oder Zombie []
  2. wenn man zuletzt vor ueber 20 Jahren mal eine gesehen hat []
  3. alles Volltreffer meine Herrschaften []
KategorienAllgemein, Ingress, Touren