Von John o’Groats nach Kapstadt. Per Krad und mit einem halben Dutzend Kameramaennern, Organisatoren, Aerzten und Mechanikern. Dazu noch mindestens einen “Spezialisten” pro Land. So machten sich Ewan McGregor und sein Kumpel Charly Boorman auf die Reise vom noerdoestlichsten Punkt Schottlands nach Suedafrika, um den suedlichsten Punkt des schwarzen Kontinents zu erfahren. Schoen und abwechslungsreich geschrieben und auch die Nennung der anderen Beteiligten kommt nicht zu kurz, man hat nicht wie bei anderen Reiseberichten das Gefuehl eine Gewalttour von 2 Individualisten zu begleiten, sondern weiss immer wer, wann, wo dabei ist.
Eindrueckliche Schreibe, sehr natuerlich und ehrlich zu lesen und der Aufbau, wie schon bei Long way round, stoert nach ein paar Seiten nicht mehr.
Nach dem Genuss dieses Buches werde ich wohl auch die DVD mal wieder auspacken, die habe ich glaube ich 20 mal gesehen aber nie wirklich ab der Mitte der 2. Scheibe aufgepasst, weil dieses “jippie meine geliebte Frau faehrt mit uns durch Afrika” einfach zu uebertrieben war. Generell ist daran nichts auszusetzen aber man will irgendwie einen Jungs-Trip sehen und die ruehrenden Szenen des ersten Wiedersehens am Ende.
Wem das derzeitige Pisswetter aufs Gemuet schlaegt, dem sei dieses Buch mal waermstens empfohlen.
irgendwann im Jahr 2005 oder 2006 habe ich mich entschlossen dem “Billigjackensektor” den Ruecken zu kehren, weil permanentes Eindringen von Wasser einfach auf Dauer unspassig ist. Zuerst habe ich eine BMW Traveller Jacke gekauft und die Qualitaet sehr genossen, wasserdicht ist hier nicht nur Marketinggeschwafel. Also ein bischen gespart und mir nach einem Italienurlaub eine Streetguard 1 gegoennt. Diese wurde bald durch eine Streetguard 2 ersetzt und diese mit Begeisterung durch Regen, Hagel, Schnee und Sonne gefahren. Tja, Sonne ist ein Fehler. Die Aermel bleichen naemlich aus. Es wird rotbraun und sieht einfach alt und haesslich aus. Wie bereits erwaehnt, ist man ja eitel und so wurde ich nach etwa 1 Jahr bei BMW vorstellig und man tauschte die Jacke ohne Probleme aus.
Die neue hielt dann 3 Monate. Austausch wieder problemlos, aber der Hinweis, die Jacke koennte eventuell auch bleichen. Was soll’s, ich habe ja quasi ein Jackenabo. So ging Nummer 3 kurze Zeit spaeter in meinen Besitz ueber und auch bis zur Nummer 4 dauerte es nur ein paar Monate.
Im September 2008 kam dann von meiner Lieblingsverkaeuferin in der Niederlassung die spontane Ansage “des hat so keinen Sinn mit Ihnen, im Fruehjahr kommt die Streetguard 3 raus, wir machen ein Upgrade“. Hallo, das ist doch mal ne Idee. Ok, der Frontreissverschluss ist haesslich wie die Nacht finster und die Kiste wiegt gefuehlte 5 kg mit einem Rueckenprotektor, der eine Kleinfamilie abdeckt aber ich habe seit heute wieder eine neue Jacke und man versicherte mir, ich habe kein Hausverbot.
Die kleine Tasche mit dem stilisierten Mobiltelefon auf dem letzten Bild ist die Handytasche, extra strahlungsgeschuetzt aber genau passend. Kategorie Premiumschrott stimmt nur zur Haelfte. Die 2er war halt einfach Mist an den Aermeln und die 3er darf muss sich nun beweisen. Grosses Lob aber an die Boutique der BMW Motorrad Niederlassung Muenchen.

kaum sind 3,5 Monate und damit 10.000 km mehr auf der Uhr, ist die naechste Inspektion faellig. Mit 61.668 km stelle ich die R1200GS am heutigen Morgen bei der BMW Niederlassung Muenchen ab. 8 h spaeter nehme ich die Kuh wieder in Empfang und bin um 284.- EUR aermer. Dafuer um eine Erfahrung reicher. Nicht immer ist die Apotheke die Niederlassung, es kann auch der bis dato guenstige und freundliche Haendler im Landkreis sein, der auf telefonische Anfrage flotte 500.- EUR aufgerufen hat. Ein weiterer Haendler in Niederbayern wollte noch “so um die 300.-” obwohl er mir gerade am Telefon fuer 400.- EUR Einzelpreise nannte. In Schongau haette man es fuer 350.- EUR erledigt und die Niederlassung will 260.- EUR plus, wenn noetig, 100.- EUR fuer Bremsfluessigkeit. Diese war nicht zu wechseln, denn Radkreis wurde im Maerz erledigt und erst nach 4 Jahren ist dann Steuerkreis dran. Also noch ein paar Monate Galgenfrist. Im Prinzip alles im Lack wuerde ich sagen … wenn da nicht wieder einmal ein kleiner Wermutstropfen waere.
Ich rufe an um einen Preis fuer eine Inspektion fuer ein bestimmtes Modell und eine bestimmte Laufleistung zu erfragen, fuer ein Krad eines bestimmten Baujahres. Wenn ich dann 260.- EUR genannt bekomme, erwarte ich auch, dass dies der Endpreis ist, wenn nichts Aussergewoehnliches dazu kommt. Ich schleppe seit eh und je mein Oel zum Haendler, einmal weil ich nur 20W50 mineralisch verwende und weil ich es fuer unter 30.- EUR im 4 Liter Gebinde einkaufe und keine 60.- EUR fuer irgendein Oel vom Fass zahle, wo mir hinterher keiner sagen kann ob man mineralisch oder teilsynthetisch verwendete. Der Endantrieb, welcher ja gerade getauscht wurde, bekam auch einen Oelwechsel.
Nein, die 284.- EUR finde ich nicht zu hoch, ich empfinde die Tatsache, dass man mir 33.- EUR netto berechnet, weil man einen Sturzbuegel demontieren muss, einfach dreist eine sportliche Ansage. Leihmopped geht von 29.- EUR fuer einen C1 Roller bis 69.- EUR fuer R1200GS. Da bin ich froh und dankbar, dass ich gefahren wurde. Aber ich habe was gelernt, in der Niederlassung muss ich demnaechst genauer nachfragen, was da an Kosten noch oben drauf kommt und ich nehme mir nen Satz Inbus und demontiere meine Sturzbuegel selber.
Und was kommt als Naechstes? … ich werde meine Streetguard zum 5. mal reklamieren weil sie ausbleicht und an den Aermeln rotbraun wird und ich hatte heute 2 Wasserflecken im LCD der GS. Natuerlich genau so, dass die Ablesbarkeit leidet. Verschwand zwar nach 20 min wieder aber sollte ja nicht sein. Aber dazu in Kuerze mehr.
haben wir bei der MF2009 das geek-woman. Infiziert mit dem guten Virus, dem Kradobrausus gaudium, der einen zwingt erst nen Moppedschein zu machen und dann auch fleissig zu fahren. Auf jeden Fall wird es spannend wie es weitergeht.
*moeps*
<bin ich da eben in die Wampe gepiekt worden?>
*moeps, moeps*
-.- Hmpf, ja.
*moeps*
Ok, das war’s. Sportzeug her.
nun weiss ja eigentlich ein jeder, dass das Fahren ohne Fahrerlaubnis nach §21 StVG verboten ist. Natuerlich haelt sich der brave angehende Kradist daran und ueberlaesst die Ausbildung der Fahrschule des geringsten Misstrauens. Immer wieder stellt man aber mehr oder minder erschrocken fest, der ein oder andere zukunftige Kradfahrer will seine Ausbildungsfortschritte auf eigene Faust vorantreiben will und zieht auf diversen abgelegenen Lokationen seine Kreise.
Darf er das denn? Nein, nicht so ohne weiteres. Also eigentlich ein halbes Ja. Wenn man tunlichst beachtet, sich weiterhin an Recht und Gesetz zu halten kann das straffrei ausgehen. Wichtig ist es, folgende Punkte zu beachten:
- abgesperrtes Gelaende ohne Zugang vom oeffentlichen Strassenverkehr
- Privatgelaende
Und nun? Alles legal oder was? Jein. Der entscheidende Punkt ist ja, dass man nicht am Strassenverkehr teilnehmen darf, wenn man keine Fahrerlaubnis besitzt. Ist man aber auf einem Gelaende welches in Privatbesitz ist und vom oeffentlichen Verkehr nicht erreicht werden kann, so nimmt man de facto nicht am Verkehr teil. Bevor man nun aber einfach den naechsten $DISCOUNTER-Parkplatz ansteuert und Runden dreht sollte man ueberlegen ob der Besitzer hier nicht eventuell einen Hausfriedensbruch erkennt und einen verscheucht oder gar anzeigt.
Und eigentlich waere es viel angenehmer, wenn man nicht nach tausenden Paragraphen und Erlaeuterungen suchen muesste, sondern der ACDC in Augsburg einfach statt nur PKW auch Krad zum ueben zulassen wuerde. Aber nein, Krad ist viel zu gefaehrlich fuer die Augsburger Niederlassung. -.-
Bilderbuchwetter. Ein Tag zu schoen um Mopped zu putzen oder aufzuraeumen. Also zeitig losgefahren um erst ueber kleinste Strassen im Suedosten von Muenchen zu fahren und am Sudelfeld zum Aufwaermen die Mautstrasse und dann Richtung Bayrischzell weiter zu braten. An der Tankstelle zwischen Landl und Thiersee sind wir dann unverhofft zu einem Mitfahrer gekommen, Uwe kennt sich nicht recht aus in “den Bergen” und moechte hinterherfahren. Mit der Yamsel XT660X ist er ungefaehr in dem Leistungsbereicht wie die Maschinenbaeuerin und damit sollte es gehen.
Also weiter nach Kufstein, dann zum Wilden Kaiser und nach Kitzubuehel. Mittersil, Neukichen am Grossvenediger, Krimml und Gerlos. Der Gerlospass an sich ist weit weniger spektakulaer als ich dachte. Als die Strasse endlich kurviger und enger wird, ist genau in der Spur Gullideckel an Gullideckel. Da hat der Spass ein Loch. Aber egal, weiter durch das Zillertal zum Achensee und dann ueber die B13 Richtung Heimat.
Fazit: Schoen wars. Dutzende Insektenleichen/-flecken, Kameratasche hat sich bewaehrt.
Und waerend ich den letzten Satz tippe beginnt draussen ein Unwetter mit Hagel und Sturm, dass es eine wahre Pracht ist. Gut, dass wir nicht noch zum essen eingekehrt sind, das waer was geworden.
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