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Archiv für August, 2011

SA1 2011…

26. August 2011 Keine Kommentare
SA1 2011...

wie jedes Jahr1, lud die Maschinenbaeuerin zum gemeinsamen grillieren nach Marbach zum SA1. Auch dieses Mal schickte man sich an, aus allen vier Himmelsrichtungen anzureisen und gemeinsam zu grillen, Sachertorte zu verspeisen und vor allem reichlich Bier zu vernichten2.

Vor der Abreise stand jedoch noch HU und AU und Eintragung der Drossel an der 125er an, der 3er wurde nochmal zur Werkstatt  verfrachtet, weil die Klimaanlage wieder kaum kuehlte3. Waehrend die Maschinenbaeuerin mit $KIND2 schon mit dem Auto vorgefahren ist, erledigte ich eben die Klimageschichte und traf mich dann mit Muetzli auf der A8 um gemeinsam mit dem Mopped zu fahren.

Grosses Hallo beim Eintreffen auf der Alb und der Grill wurde bereits auf Hochtouren gebracht. Viel Fleisch und  Getraenke sorgten fuer einwandfreie Stimmung und die Vorhersage, es soll um locker 10°C abkuehlen traf zumindest bei mir auf grosse Gegenliebe. Wir fuhren bei gefuehlten 50°C von Muenchen los und trotz Protektorenhemd statt Moppedjacke war es ein Ritt auf dem Heissluftgeblaese.

Am Freitag Abend wurde nochmal durchgezaehlt und siehe da, es gaebe tatsaechlich noch ein freies Bett fuer uns, das Zelt muss also nicht genutzt werden4. Als ich dann gegen 04:00h morgens durch das Haus schlurfte um die Schlafstaette aufzusuchen, fand ich besagtes Bett, jedoch lag da schon $MENSCH drin. Also zurueck in den Rauchertrakt und nachgefragt ob ich da richtig war. Ja war ich. Also latscht man im Doppelpack hinauf und teilt mit „eyyyy, falsches Bett!“. Reaktion: Gemurmel und dreht sich nach links, auf die andere Haelfte des Doppelbettes. -.-

Wieder runter .. „$MENSCH2, du bist doch quasi Busenkumpel von $MENSCH, Dein Job“. Leider wurde das gruendlich missverstanden, er hat $MENSCH nicht aus dem Bett gezogen, sondern sich daneben gelegt und geschnarcht. Also doch Zelt aufbauen. Praktisch wenn man eines dabei hat. Als Entschaedigung bekam ich5 ein Hello Kitty Fruehstuecksbrettchen und von $MENSCH2 ein praktisches kleines6 Messer. Geschlafen  habe ich jedenfalls wie ein Stein, der Regen, der auf das Zelt prasselte war sehr beruhigend.

Samstags wurde dann wesentlich weniger Alkohol vernichtet, da am Sonntag mittag traditionell die grosse Putz- und Abreiseaktion anstand. Ebenso traditionell ist das grosse Kaesespaetzleessen7. Was auf Malle das Handtuch auf der Liege ist, ist hier dass Mobiltelefon auf dem Teller. So sass man am Samstagabend vollgefressen und Schnaps und Bier trinkend zusammen und gab unterhaltsame Geschichten zum Besten, bevor es ins Bett ging.

Sonntag ist „nur“ Abreisetag. Also haben wir die Huette wieder auf Hochglanz gebracht und nach viel Druecken und Herzen und den innigsten Versprechen sich bald wieder zu sehen, ging es dann fuer uns ueber diverse Landstrassen zurueck nach Muenchen.

  1. seit einigen Jahren []
  2. fuer mich gab es alkoholfreies Tannenzaepfle []
  3. die Karre steht meistens nur rum und das Kuehlmittel haelt auch nicht ewig []
  4. schade eigentlich []
  5. eventuell in weiser Voraussicht besorgt []
  6. aber sauscharfes []
  7. mit und ohne Zwiebeln []

Praktisch und bequem…

23. August 2011 Keine Kommentare
Praktisch und bequem...

Werkstatthocker und Liege. Gibts gerade fuer Polo Kundenkartenbesitzer fuer 39.- EUR. Viel besser als auf dem Boden zu knien. Nein, der kleine Proxxon Kasten ist nicht mit dabei.

offenherzige Russin zeigt alles…

22. August 2011 Keine Kommentare
offenherzige Russin zeigt alles...

wenn es nicht so traurig waere, es waere schon beinahe zum Bruellen. 2 Tage hat sich Wolferl Zeit genommen, um bei strahlendem Sonnenschein in der kochend heissen Halle bis zum Ellbogen in Oel steckend, schwitzend und fluchend der alten Kuh das Herz zu zerlegen. Neue Dichtungen, neue Kolbenringe, extra eine Kolbenringzange besorgt um in akribischer Kleinarbeit der Karre das oelen auszutreiben.

Gestern war es dann soweit, die Kiste hat frische Ringe drin, Oel, Dichtungen, alle Schrauben angezogen und dann geht es los. „Langsam, ich fahr erstmal nur Probe“ – „jaja, mach das“ – „Muss ja alles noch einlaufen und schmieren …“ – „aha, jaja“

Bisschen chauffieren lassen ist immer gut und so schmeisse ich mich in den Beiwagen und los gehts. Vielleicht ein bisschen weniger laut koennte man meinen .. blaue Rauchfahnen nur noch mit viel Phantasie erkennbar, also eigentlich nicht mehr vorhanden, nicht mehr als jeder andere Boxer halt.

Die Probefahrt endete dann 2 km von der Halle entfernt, als sich mit einem ohrenbetaeubenden Knall die Kopfdichtung verabschiedete und als froehlich im Wind wedelnder Fetzen am Zylinder hing.

Da muss ich dann noch mal bei“ – „aha … jaja..“

Olga stinkt hinten…

14. August 2011 5 Kommentare
Olga stinkt hinten...

$Spezl, mit dem ich vor kurzem ans schwarze Meer fuhr, besitzt seit April ein Uralgespann. Fuer recht kleines Geld erstand er die Bastelburg und wird nicht muede zu betonen, dass es hier nuuuuur um den Spass am schrauben geht. Dass die Fuhre anstandslos eine HU schaffte, war eine glueckliche Fuegung und der reichlichen Zugabe von WD40 fuer alles was sich bewegen und elektrifizieren muss und Panzertape fuer alles was nicht wackeln darf, zuzuschreiben. Die Plakette diente auch erstmal nur als „Erlaubnis der fortwaehrenden Probefahrt“ fuer Wolferl. „Ich weiss, da muss ich noch mal bei …“ quotiert er jegliche Baustelle an der alten Russin.

Nachdem in wochenlanger Kleinarbeit ein neuer Kabelbaum gestrickt wurde, die Funktion von Antrieb und Bremse gesichert wurde und man die Karre ohne schlechtes Gewissen auf den Verkehr loslassen durfte, wurde heute eine Miniausfahrt gewagt. Wolferl’s Ansage: „wir fahren den Andi besuchen, das sind ueber 40 km einfach und er hat ja einen Uralfahrer zu Besuch„. Aha .. falls die Fuhre auseinander faellt, ist einer vom Fach vor Ort, verstehe. Aber Wolfi hat vorgesorgt. Neben 3.5 l Oel1 wurde ein vollstaendiger, 20 kg schwerer Werkzeugkasten in den Kofferraum des Beiwagens verfachtet. „Man weiss ja nie, was man braucht.“ – Soso, aha. Als Geheimwaffe wurde gleich noch ein vollstaendiger Dipl.-Ing. des Maschinenbaus der Luft- und Raumfahrt ins Boot gesetzt. „Man weiss ja nie….“ . Soso, aha. Innerlich hat es mich fast zerrissen. Das gruene Gespann, vom Russen montiert, technisch auf einem Niveau von Neunzehnhundertkieselstein, kann vom beruehmten kasachischen Hufschmied Instand gesetzt werden und dann sitzen da zwei Ingenieure mit einem blauen Werkzeugkasten und freuen sich wie kleinen Kinder wenn ihnen die Scheisse nicht um die Ohren fliegt. Herrlich.

Von der kleinen Werkstatthalle bis 10 km vor dem Ziel lief auch alles wie geschmiert. Von der blauen Rauchsaeule, die2 weithin sichtbar emporstieg, mal abgesehen. An einer kleinen Kreuzung zwischen weissnichmehr und wogehtslang wird das Gespann immer langsamer. Ich wende und hoffe es wird hier Rauchpause oder grosses Palaver geben, muss aber erfahren, die Olga zuendet nur noch auf einer Titte. Dann geht sie ganz aus. Grosses Staunen. Es werden Kerzenschluessel gesucht, nur die falshce Groesse gefunden, vermittels sanfter Gewalt die Kerze doch noch entfernt … ein Kerzenbild wie gemalt zu Tage gefoerdert .. geraetselt. Ein Motor, vor allem wenn nach Bauplaenen von 1940 gebaut, ist nun keine Raketenwissenschaft. Es bedarf eines Gemisches aus Luft und Sprit  und zum Zeitpunkt der Verdichtung einen Funken. Dann macht es BUMM und das ganze wiederholt sich. Die „Reparatur“ bestand in diesem Fall darin, die Karre zur 500 Meter entfernten Tankstelle zu schieben.

Nun, der restliche Tag verlief angenehm ereignislos. Rumsitzen, anderen beim Bremsen nachstellen zusehen, Anekdoten lauschen und dann3 ohne Stoerungen wieder ueber Land nach Hause gefahren. Als naechstes steht nun eine kleine Motorrevision an, 1/4 l Oel auf 50 km ist einfach zuviel und mit ein wenig Glueck laermt die Alte dann auch nicht mehr so hoellisch. Wenn das alles gemacht ist .. vielleicht stinkt sie dann auch nicht mehr so, da hinten.

  1. 10W40 … stand gerade rum []
  2. zumindest aus dem linken Auspuff []
  3. dank der vollgetankten Olga []

nicht mit mir, Du DiplomPinsel…

9. August 2011 Keine Kommentare
nicht mit mir, Du DiplomPinsel...

„die Manschette ist hin, da gibts kein Pickerl…“ sprach der Pruefnuschel vor einer Woche. „Und die Feststellbremse hat auch zu viel Spiel.“ Jaha, weiss ich. Das hat sie schon immer und ich kann mich da nur wiederholen, Automatik .. kein Mensch nutzt eine Handbremse. Aber davon laesst sich der Blaukittel nicht irritieren, erst die zwei Maengel beseitigen und dann gibts den begehrten Sticker ins Sammelalbum. Sonst ist ja auch alles in Ordnung1.

MP-Bikes hat freundlicherweise relativ zeitnah einen Termin frei und stoert sich nicht dran, dass ich ihm kuebelweise die Haribo Viecher weg esse und bloede Fragen zu unbekannten Teilen am Personenkraftwagen stelle. Jedenfalls wurde die Feststellbremse justiert, nun kann ich sie nicht bedienen, selbst wenn ich wollte, denn sie greift wie Tier beim ersten Klick2. So wurde am heutigen Tag also eifrig Gummiviehzeug vernichtet und die Manschette an der Antriebsachse rechts getauscht, wie es der TUEV-Zettel verlangt.

Nicht ganz trivial, Stabi raus, alles recht eng, festgebacken und finster wie im Baerenarsch aber nach 2 h ist alles fertig, ich um den Gegenwert einer Woche voller Fahrstunden3 aermer. Also das ausgebaute, zerrupfte Manschettengelumpe mitgenommen, damit der Pruefer nicht wieder die Karre hoch fahren muss4, so er mir denn glaubt, dass ich nicht einfach auf dem Abfallcontainer einer Werkstatt pluendern war.

Keine 5 min Waertezeit, dann bin ich schon dran. Der Pruefomat studiert die Maengel auf dem Pruefbericht und faehrt erst auf den Rollepruefstand um die nun ordentlich werkende Bremse abzuhaken und dann auf die Buehne. Nein .. ausgebautes Teil ist uninteressant, einen Mangel, der beseitigt wurde, muss der rechtschaffene Pruefer selber begutachten. Mit einer kleinen Lampe leuchtet er vor dem Wagen stehend ein wenig in Richtung Spurstange und das wars. Ich habe es vermieden, dem eifrigen Gesellen mitzuteilen, das die Antriebsachse bei BMW in aller Regel hinten zu finden ist und die Manschette nur sichtbar ist, wenn man unter dem Wagen steht. -.-

Achja, die Bremsscheiben der 1200er habe ich bei der Gelegenheit5 vermessen und siehe da, 3.70 mm Rest. Gut ausgenutzt die Dinger.

  1. wenigstens etwas []
  2. ok, es wuerde schon gehen aber ich wuesste immer noch nicht wofuer []
  3. dazu ein andermal mehr []
  4. dank Tieferlegung setzt der Wagen bei den meisten Hebebuehnen auf und das tut schon ein wenig weh.. []
  5. also der Verfuegbarkeit einer Buegelmessschraube []