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Archiv für März, 2012

Diese Arschgeigen…

29. März 2012 3 Kommentare

spruchte die Maschinenbaeuerin und knallt den weissen Umschlag auf den Tisch.
Wasn?“ – „Nyx“ – „Nyx?“ – „NYX!“.
Au weh, also was Gemeines.

Der Umschlag  ist weiss, kein Amtssiegel, keine Anzeichen von „offizieller Post“. Gut, hat mich also mal keiner wegen „schlimmem Ueberholen“ angekackt. Aber was denn dann? Rechnung? Mahnung? Todesurteil? Meine Post, ihre .. der Nachwuchs muss ins Zuchthaus? Ich will es gar nicht wissen.

Doch, die Neugier siegt. Die Maschinenbaeuerin macht sich einen Tee, murmelt in den nicht vorhandenen Damenbart und ich rupfe  das Schreiben aus dem Umschlag.

„Sie kriegen einen neue Verkleidungsblech auf dem Balkon. Sei jemand daheim, dauert den ganzen Tag und sonst wird alles Oarsch“

Ich bin ratlos. Termin bloed? Anschreiben dumm formuliert? Falsche Schriftart oder kein chlorfrei gebleichtes Papier? Und dann sehe ich den Schlamassel. Die Weltmeister haben irgendwann mal mitbekommen, einer von den beiden ist auf dem Weg seinen/ihren Doktor zu machen, also knallen wir den mal mit in die Anschrift. Und traditionsbewusst wie man ist, kann das ja nur der Herr des Hauses sein, waehrend Madame sich die Naegel macht und kocht. Die Arme, ich bin fast zusammengebrochen vor Lachen.

Ich bin jetzt Doktor! Wie geil.

Waschen, fahren und tönen…

27. März 2012 Keine Kommentare
Waschen, fahren und tönen...

die Scheibenabstuetzung fuer die R1200GS von Touratech hat leider ein paar unschoene Risse an den Auflagepunkten der Scheibe fabriziert. Das ist a) schlecht und 2) haesslich und III) ein nicht trivialer Schwachpunkt. Nachdem die GS nun doch die ein oder andere Meile in holprigem Gelaende erlebte stellt sich natuerlich die Frage, ob ohne die Abstuetzung ueberhaupt eine Lebensdauer von ueber 100.000km erreicht worden waere.

Aber das ist ja reine Spekulation. Die „neue“ gebrauchte Scheibe kostete 60.- EUR und der Anbau mit dem kleinen Bordwerkzeug in 10 Minuten erledigt. Das der Spoiler in „Klarglasoptik“ ein wenig auffaelliger ist, legt sich wohl mit der Zeit, verzichten will ich auf den kleinen Helfer nicht mehr; die Ruhe und der Windschatten sind einfach zu schoen. Um die Scheibe dennoch zu entlasten, nehme ich mir einfach mal vor, das Ding vor einer Offroadetappe abzunehmen.

Heldenhaftes…

25. März 2012 Keine Kommentare
Heldenhaftes...

manchmal rennt die Zeit, das glaubste nicht. Die Heldenhandschuhe haben tatsaechlich seit 2009 gehalten, immer noch nicht wirklich defektiv aber ein kleines Update des Handschuhparks war angesagt. 15% Rabatt auf Held, also rumprobiert. Sambia, Kaenguruhleder, Groesse 9, passen. Gekauft.

Heidi, Heidi, Deine Welt sind die Berge…

20. März 2012 4 Kommentare
Heidi, Heidi, Deine Welt sind die Berge...

aller Orten ertoent das Loblied auf den K60 von Heidenau1. Nachdem der Pneu ueber Jahre hinweg nicht lieferbar war, werden seit ein paar Monaten wieder weltweit die Reiseenduros mit dem Gummi aus Sachsen bestueckt. Eigentlich wollte ich ja bockig sein und die Ossis auf ihrem Reifen hocken lassen, entschied mich aber dann fuer gesamtdeutsches Wirtschaftswachstum und entsendete 164.- EUR als zusaetzliche Entwicklungshilfe in den Osten.

Naja, vielleicht war ich auch einfach zu neugierig und fuer so einen Preis kriegt man einfach keine TKC80. Jedenfalls stand heute der freundliche Postler in der Tuer und brachte die Pellen. Eigentlich brachte der Postler es zu unseren bezaubernden Buerofraeuleins, die dann mit hochrotem Kopf an den betreffenden Schreibtisch wandern2 und verlauten lassen „rat mal fuer wen gerade ein RIEEESENPAKEEET angekommen ist!?„. 2 Reifen in ein wenig Platikfolie … ihr haettet die Gesichter sehen sollen als $Kollege ein halbes Auto aus Einzelteilen hier hat anliefern lassen, das war Party.

Jedenfalls kann ich nun die TKC80 noch schoen fertig fahren ohne sparsam mit dem Gummi sein zu muessen und dann kommt der K60 Scout mit der M+S Kennzeichnung auf die Fuhre.

Der 3er, der ja ab April traditionell in der Garage dem Winter entgegen gammelt, steht waehrenddessen beim Schrauber des geringsten Misstrauens. Es hat die Servopumpe dahingerafft, lenken ist kein Spass mehr. Also noch schnell ein paar EYPO in den 3er stecken und dann wieder einmotten. Nuetzt ja nichts.

  1. Nickname: the Heidi []
  2. irgendwie laesst hier jeder seine Sachen in die Firma schicken []

Nichts zu verzollen…

12. März 2012 1 Kommentar
Nichts zu verzollen...

ich wurde am Flughafen von Philadelphia gestern nachmittag1 wegen 2 E-Zigaretten laenger gestoppt und die wurden erneut 3 x durchleuchtet. Da passt naemlich genau eine Kaliber 22 Waffe rein. Aha? Der TSA Mensch war jedoch sehr nett und es gab noch einen dicken Haendedruck zum Abschied weil ich so entspannt abwartete ob sie die Akkutraeger nicht doch noch sprengen .. so vorsichtshalber .. Damit ging die Heimreise dann sehr unspektakulaer zu Ende. Abflug Freitag Abend um 22:05h, nachdem man uns freundlicherweise vom 23:59h Flug auf den 2h frueher gehenden umbuchte und Ankunft in Muenchen2 um 08:35h, wo uns Kollege Muetzli in Empfang nahm und nach Hause chauffierte. Danke. Unsere Fluege nebst Dampfutensilien:

  • Flughafen Muenchen -> man nahm von der ego-T keine Notiz.
  • Flughafen Philadelphia -> ego-T -> keine Probleme
  • Flughafen San Francisco -> ego-T -> keine Probleme
  • Flughafen Honululu -> ego-T -> was ist das? e-cigarette -> keine probleme
  • Flughafen Kahului -> ego-T und ego Akku mit 3 ml Tank (Lil Mama) -> ok
  • Flughafen Honolulu -> -> ego-T und ego Akku mit 3 ml Tank (Lil Mama) -> ok
  • Flughafen SFO -> -> ego-T und ego Akku mit 3 ml Tank (Lil Mama) -> what is this? The tank has Cotton Candy and the smaller is with Blackberry -> oh, nice
  • Flughafen Philadelphia -> -> ego-T und ego Akku mit 3 ml Tank (Lil Mama) -> mehrfach durchleuchtet -> ok
  • Flughafen Muenchen -> keine Kontrolle, da nur Ankunft
  1. oder war es 3 Uhr morgens? []
  2. Zeit +11h []
KategorienDampfmaschine

Road to Hana…

8. März 2012 3 Kommentare
Road to Hana...

es gibt so ein paar Strassen auf der Insel Maui, da kriegt der geneigte Mietwagenonkel einen dicken Hals und ’ne feuchte Poritze. Einmal die Nordwestroute von Lahaina nach Waihee und einmal die „beruehmte“ Road to Hana.  Auf dem Hana Hwy1 geht es einmal rund um die Ostseite der Insel. Start und Ziel sind County Highway 365 Ecke Highway 36. Gefahren wird im Uhrzeigersinn. Los gehts um 0700h.

Im stroemenden Regen geht es durch den Regenwald, der seinem Namen nun wirklich alle Ehre macht. Die „Strassen“, sind teils asphaltiert, meist jedoch eine Sammlung von Schlagloechern, die man andernorts wohl nicht mehr benoetigte und kurzerhand hier abgeladen hat und einem roten Trampelpfad aus Vulkangestein und Erde. Ohne 4×4 sieht man bei dem Wetter streckenweise vermutlich einfach recht alt aus, mit dem Wrangler auf 4WD Mode geht es schnurstracks um die Kurven und ueber die Kuppen. Speedlimit 25 mpH … da aber ausser uns eigentlich keine Menschenseele unterwegs ist, gehen wir das Risiko einer behaenderen Fahrweise ein. So macht das dann auch Laune.

Bis etwa Kaupo ist es Hwy 330 und Regenwald. Danach relativ schlagartig der Pilani Hwy 31 und Steppe, trocken, sonnig und heiss. Das „gute“ Wetter haelt bis kurz nach der Ulapalakua Ranch, an der wir uns mit einem Burger staerken und prompt wiedererkannt wurden. „Gooden Mohgaehn“ schallt uns entgegen, als die Bedienung uns begruesst. Kleine Insel eben.

Abstecher zur Surfin Goat Dairy. Ziegenkaese auf Maui. In allerlei leckeren Varianten und dabei 18 Preisgekroente, wird Kaese und Kuchen aus Ziegenmilch fabriziert. Suesse kleine Ziegen, kostenloses Probieren und dann noch einen Ziegenkaesekuchen. Hier ist allerdings wieder Regenwaldfeeling angesagt, das Wetter hat uns eingeholt und da wir keine Milchprodukte in die EU einfuehren koennen und auch keine 500g Ziegenkaese essen wollen, fahren wir weiter. In einem Schiffwetter mit Sichtweite um die 30 Meter geht es ins Dschungelcamp. Dort muss nochmal das Seitenfenster richtig eingesetzt werden, damit auf der anschliessenden Fahrt nach Kahului mit den Laptops nicht die Karre unter Wasser steht.

Wenn man bedenkt, dass wir die meiste Zeit im Regenwald waren und die Inseln immer eine Regenseite und eine heisse, trockene Seite haben, mit dem Mopped wollte ich hier nicht rumfahren. Strassen entweder geflutet und man wird durchweicht oder man zerfliesst bei 30°C, wenn man Glueck hat. Ich habe die Vorzuege eines Jeeps gerne genossen. Wobei Softtop nicht so geschickt ist, wir machten immer nur das vordere Drittel auf, das kann das Hardtop auch und theoretisch kann man beim Softtop leicht seine Sachen geklaut bekommen. Alles per Reissverschluss zu oeffnen an so einer Kiste.

Tja, der letzte Tag geht nun zu Ende, wir bloggen froehlich in einem Cafe vor uns hin und irgendwann heute Abend packen wir fuer Morgen unsere Sachen. Dann geht der Urlaub zu Ende, die Heimreise ueber O’ahu, San Francisco, Philadelphia wird angetreten und wir sind wieder im 5°C warmen Muenchen.

 

  1. State Highway 360 []
KategorienAllgemein, Motorrad, Touren

Da bläst er…

7. März 2012 Keine Kommentare
Da bläst er...

Captain Ahab konnte es kaum fassen, war er dem weissen Ungetuem doch schon wieder so nahe? Ok, es geht natuerlich nicht mit den Japanern auf Walfang sondern mit der Pacific Whale Foundation zum kucken. Um 13:15h checken wir1 ein und um 13:45 geht es los. Wir fahren mit einem relativ grossen Boot raus auf den Pazifik und kreuzen vor Maui hin und her, bis nach etwa 20 Minuten eine kleine Gruppe Buckelwale auftaucht.

Wale sind schon was tolles, riesige, friedliche Ungeheuer, singend unter Wasser von Alaska bis nach Hawaii zu finden2. Das Problem beim Beobachten ist aber eben, dass sie nur selten wirklich was „tolles“ machen. Meist sieht man eine Rueckenflosse, dann mal ein Ausblasen, dabei steigt eine meterhohe Luft-Wasserfontaene auf und kurz danach, wenn man Glueck hat, kommt der Wal hoch um Luft zu holen.

Dieses Glueck hatten wir nun nicht, jedenfalls nicht so, dass man es schoen in der Kamera3 haette bannen koennen. Wer sich also bei einem Ausflug zu den Walen eine Riesenshow verspricht, der wird moeglicherweise enttaeuscht. Es lohnt sich sicherlich, mit einem renommierten Unternehmen eine solche Reise zu wagen, jedoch garantiert auch hier keiner fuer „ahhhh“ und „ohhhh“. Die Moderatorin, die auf dem Schiff permanent ueber Wale erzaehlt versucht ein wenig die Kundschaft bei Laune zu halten und so wird auch in jedes ausblasen eine kleine Geschichte hineingebaut. Ein weiteres Tier von links und schon erzaehlt sie von „ein weiteres Maennchen naehert sich der Gruppe… vielleicht kommt es zu einem Konkurrenzkaempfen, sie buhlen um das Weib…“. Vielleicht muss man aber auch Meeresbiologe sein um sowas da hinein zu interpretieren. Schlecht war es nicht aber kann halt gegen Schnorcheln nicht anstinken.

Abendessen wurde dann im Fish Market in Paia eingenommen, Muhi-Muhi Mahi-Mahi mit Pommes. Ein Traum von einem Fisch4. Zur Belohnung habe ich mir wieder mal einen spektakulaeren Sonnenbrand eingefangen. Behandlung akut diesmal nicht mit Ziegenkaese, wie auf Sardinien sondern im USA Stil mit Sooth-A-Caine, ein lidocainhaltiges Gel mit Aloe vera. Steht im K-Mart gleich neben der Sonnencreme und der After Sun Lotion. -.-

  1. wieder mal []
  2. je nach Jahreszeit []
  3. eh nur mit dem Miniobjektiv bestueckt []
  4. und das, wo ich weder Fisch noch Meeresfruechte mag []
KategorienAllgemein, Touren