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Archiv für Mai, 2012

Almabtrieb im Mai…

27. Mai 2012 Keine Kommentare
Almabtrieb im Mai...

gesterntags spruchte die Maschinenbaeuerin, sie sei in Stimmung die heimische Couch gegen die alpenlaendische Plastikgarnitur einzutauschen. Zu diesem Behufe muesste man nur mal eben nach Austria reisen und sich auf eine solche setzen. Prima Plan. Umgesetzt wurde er dann am Folgetag1. Gegen Mittag schickten wir uns an, mit den Moppeds Richtung Kufstein zu fahren. Auf meinem Merkzettel fuer alle Gelegenheiten fuege ich hinzu: Fahre NIEMALS an einem Pfingstwochenende in die Berge. Diese Idee hat naemlich ungefaehr Jeder. Da weder ein bestimmtes Ziel, noch eine Zeitvorgabe uns im Nacken sass, wurde die Fahrt extrem entspannt angegangen und unter Vermeidung groesserer Landstrassen kommt man durch unzaehlige Doerfer, durch lauschige Waelder, vorbei an beschaulichen Seen des Voralpenlandes und irgendwann dann auch mal nach Bayrischzell.

Ein kurzer Abstecher Richtung Kufstein, Spezi trinken und feststellen, dass Tanken noch nicht notwendig und auch nicht sooo viel billiger ist2 und ueber Hinterthiersee und Landl weiter ueber das Sudelfeld. Selbiges dann in beide Richtungen befahren und wieder ueber die Doerfer zurueck in die Heimat. Wenn man mal von dem Verkehr auf Sudelfeld und Ursprungpass absieht, war es wirklich entspannend. Zwischen Parkplatz Tatzelwurm und Cafe Kotz war heute wieder Rennbetrieb. Lauter R1 und S1000RR sowie unzaehlige andere Japsen und Italiener mit Feierabend-Rossis und ab und an einer zusammengefalteten Sozia schossen um die Kehren  und schmirgelten sich ihre Kniepads runter. Zwischendrin dann wieder ein paar Reisemoebel vom Typ Enterprise. 6 Zylinder mit obenliegender Mikrowelle und Discobeschallung aus der bordeigenen Dolby Surround Anlage. Diese Schiffe sind unglaublich3 und ueberall. Als naechstes Kunststueck wird der Oberverkehrsmuftel bestimmt einen LKW-1er aus dem Hut ramsauern, fuer Kraftraeder ueber 2 Liter Hubraum bei 1 Tonne zulaessigem Gesamtgewicht.

  1. vulgo Heute []
  2. leider []
  3. die meisten noch dazu unglaublich haesslich []
KategorienMotorrad

Frische Gummierung aufgetragen…

24. Mai 2012 1 Kommentar
Frische Gummierung aufgetragen...

der TKC80 war ja nun reichlich lange auf der GS, schon letzten Juni habe ich die Contis in Rumaenien aufziehen lassen. Inzwischen stehen 107.450 km auf dem Tachometer und damit ziemlich exakt 10.000 km mehr als beim Wechsel. TKC80 sind halt doch Dauerlaeufer. Von mir aus haette ich den Gummi auch noch weitergefahren aber irgendjemand fabulierte da was von Mindestprofiltiefe und dass ich diese nicht an jeder beliebigen Stelle messen koenne. Schade, bei dem Saegezahn am Vorderreifen habe ich 0.5mm auf der einen und 5.0 mm auf der anderen Seite. Hinten ist der Continental eigentlich sehr gleichmaessig aufs Mindestmass runtergefahren. Ist im Hinblick auf Lastverteilung und Bremswirkung auch logisch, was wirkt da hinten schon, eben.

Wechsel der Gummis gabs heute zum Spezialpreis, Demontage und Montage selber machen, wuchten hinten ist eh fuer die Katz bei Stolle und so brauchte ich nur die Maschine um mittels dieser das Schwarz zu tauschen. Die Fahrt zurueck nach Hause dann im Vergleich zum TKC80 wie auf Wolken, im Vergleich zu einem Anakee oder Tourance, wie auf Kopfsteinpflaster light. Schade eigentlich, das alle Stollen1 nicht wirklich Spass machen, wenn man mal ueber 100 km/h faehrt. Klar, geht alles auch bis 200 .. aber Spass ist das nicht. Mit einem Tourance kann man ganz entspannt laengere Zeit 160 auf der Bahn fahren, bei den TKC80 ist schon nach 30 min auf der A99 bei 120 km/h Schluss mit lustig, da steigt man ab und zittert ne Viertelstunde nach. Koennt ich ja gleich Harley fahren. Aber wieder raus aus dem Jammertal, neuer Pneu, neues Glueck. Der K60 soll ja ganz famos sein, auf warmer trockener Strasse faehrt er sich auch sehr angenehm, waer ja gelacht, wenn da nicht eine innige Beziehung entstehen wuerde.

  1. oder solche die sich gerne in dem Genre saehen []
KategorienMotorrad, R12GS

Feel the grip of the Gripper…

19. Mai 2012 Keine Kommentare
Feel the grip of the Gripper...

gesterntags war wieder mal Stammtisch der analog-Zigaretten-Verweigerer1. Mit von der Partie neben allerlei neuen Gesichtern auch ein paar lustige Neuheiten, wie dem „Gripper“ von Smoktech, zu beziehen z.B. ueber Vaping-Paradise. Kostet nicht die Welt und ist niedlich.

Die Maschinenbaeuerin hat sich ja vor Kurzem einen VMod gegoennt2 und der Gedanke so ein Miniteil zum Dampfen zu haben reizte mich nun schon sehr. Unverhofft kam ich so in den Genuss eines Grippers zum Nulltarif3 inklusive eines 1.5 Ohm Cartomizers. Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Man packt einen 18350er Akku4 in den Gripper, schraubt den Carto rein, welcher so weit versenkt wird, dass nur noch 2 mm rausschauen und steckt ein DripTip5 drauf. Den grossen Taster oben druecken und Voila, es dampft. Da es ein ungeregelter Akkutraeger ist, dampft es am Anfang wie Hulle und wird mit nachlassender Spannung ein wenig duenner. Wobei ich bereits seit gestern Abend an dem Ding haenge und es immer noch sehr angenehm ist.

Befuellt wird der Carto wie ein DCT Carto, also am Rand reintroepfeln und versickern lassen, dann reichlich warten und fertig. Das Ding ist nun kein Meilenstein der Raketentechnik aber ein absolut brauchbarer Alltagsmod um einfach so dabei zu sein. Schmeckt erstaunlich gut6 und dank fehlender Technik und gummiertem Aeusserem recht robust. Mopped- und Outdoortauglich wuerde ich sagen.

  1. im Volksmund: Dampferstammtisch []
  2. Bottomfeeder []
  3. gesponsort von Joerg []
  4. 3.7V / ca. 700 maH []
  5. 510er []
  6. fuer einen Cartomizer, wenn man mal vom Genisis verwoehnt wurde []
KategorienDampfmaschine

Von Regenschirmen und Regenjacken…

9. Mai 2012 Keine Kommentare
Von Regenschirmen und Regenjacken...

Eines lernt man schon als kleiner Bub, der Vater sagt „nimm lieber nen Schirm mit, sieht nach Regen aus“ und man nimmt den Schirm und es regnet nicht. Der Alte wieder mit seinem Geunke denkt man dann und der Sinn erschliesst sich im Laufe der Jahre dann ganz langsam. Irgendwann stellt man den kausalen Zusammenhang zwischen dem Schirm und dem Regen fest. Schirme schuetzen vor Regen. Vergisst man ihn, dann wird man nass, hat man ihn dabei, regnet es nicht. Perfekter Schutz.

Diese Herleitung gilt natuerlich1 immer. Ankedoten sind keine Daten2, ich moechte trotzdem ein aktuelles Beispiel zur Veranschaulichung beisteuern. Vor wenigen Wochen lieferte ich $KIND_x+1 beim Bolzplatz ab und es sah nach Regen aus. Also, ganz in der Altvaetertradition sage ich „nimm den Schirm mit, sieht nach Regen aus“. Stunden spaeter sammele ich die Kinder wieder ein und hoere „haben wir nicht gebraucht, regnete ja nicht wirklich“. Leider fand der Schirm den Weg in meinen Kofferraum nicht mehr, dort prangt nun eine Luecke und grinst mich hoehnisch an. Naemlich genau just in dem Moment, als ich mitten in der Innenstadt, nur einen halben Kilometer vom Ziel, einen Parkplatz fand, dort den Wagen abstellte und ausstieg. Ich gehe zum Kofferraum3 und will den Schirm mitnehmen4 und da ist.. Nichts. Es begann in Stroemen zu regnen.

Das blosse „dabeihaben“ ist also bei Schirmen ein Garant fuer Trockenheit, wenn man zu Fuss oder mit dem Personenkraftwagen reist. Ist man vermittels des Kraftrades unterwegs, so gilt die Regel nur abgewandelt fuer Regenjacken. Das reine Mitfuehren5 ist wirksamer als ein Regentanz, es wird schiffen. Mehr oder weniger stark, es wird regnen. Regnen, genau so lange, wie man benoetigt um a) nass zu werden bis auf die Eier Haut und 2) einen trockenen Platz gefunden hat6 um die Regenjacke ueber die nasse Moppedjacke  zu stuelpen. Dann hort der Regen auf.

Um meine These zu bestaetigen, bin ich auf der Rueckfahrt7 mit der angeblich atmungsaktiven Regenjacke losgefahren, die Sonne kam raus und ich schwitzte im Stau8 vor mich hin. Sauer weil ich von Innen nass wurde und erleichtert, weil meine sauber ausgearbeitete Theorie der wissenschaftlichen Ueberpruefung einfach standhalten muss.

  1. von statistischen Ausreissern mal abgesehen []
  2. muss ich mir ja immer wieder anhoeren []
  3. sicher ist sicher []
  4. nimm lieber den Schirm und so weiter []
  5. in diesem Falle im Rucksack []
  6. Baum, Unterfuehrung, Bushaeuschen []
  7. unter wolkenverhangenem Himmel []
  8. manchmal stehen die Eumel so, da kommste nicht weiter []

Vmax-ProVari-LavaTube…

3. Mai 2012 5 Kommentare
Vmax-ProVari-LavaTube...

you get what you pay for… oder auch nicht. Von dem Geld, das ich schon in diverse Akkus, Akkutraeger und Co gesteckt habe, haette ich mir vermutlich1 schon mindestens einen ProVari oder eine GoldenGreek Telescopic inklusive Odysseus holen koennen. Sind nur zum einen dauernd vergriffen2 und zum anderen auch etwas, das „ich ja eigentlich nicht brauche“. Aber was braucht man schon. Wenn man dampfen will, reicht auch ein 14.- EUR eGo Akku mit ’nem  Verdampfer, den man alle paar Wochen wechselt. Dumm nur, wenn man auf Gadgets steht und ein wenig technischer Klimbim einfach gern genommen wird. Im Gegenzug nimmt der Haendler dann Geld. Viel Geld.

Nachdem ich seit einiger Zeit recht zufrieden mit der LavaTube von L-Rider3 dampfe und die Tanks darauf ein nettes Bild4 abgeben, war der Kauf des Nachfolgers5 mit Ohmmessung recht schnell entschieden. Das die beiden LavaTubes nicht an die Koenigsklasse heranreichen, die ProVari, das war fast klar. Die Moeglichkeit via Tastendruck bei der LT 1.56 den Widerstand des Verdampfers zu erfahren ist prima, da muss man bei der PV schon ein paar mal mehr druecken7. Dafuer ist das Finish, das Gewicht, die Haptik bei der ProVari um Laengen besser8.

Und nun soll ein Geraet auf dem Markt sein, das die Welt der Variable Voltage Akkutraeger revolutioniert. Weg von der Boost-Technologie, bei der die LavaTube mit 18650er und die ProVari mit 14500er Akku ihren 3.7V Kraftwerken sagenhafte 6.0V rauskitzeln, hin zum step-down Regler, der aus 2 x 18350er Akkus zwischen 3.0V und 6.0V holt. Gut, die Problematik in Reihe geschalteter Akkus ist nun nicht ganz von der Hand zu weisen, man empfiehlt daher Li-Mn Varianten und natuerlich Markenakkus und nicht vom Wuehltisch. Dieser Akkutraeger hoert nun auf den Namen VMAX von Smoktech.

Wenn man sich mal auf youTube die ersten Reviews zu dem Geraet ansieht, stellt man fest, das Ding muss fetzen wie Sau. Da dampft und zischt es, dass es eine wahre Pracht ist und das bei nur 3V laut VMAX. Alle Welt scheint sich einig, so toll dampft es nur mit dem Teil. Selbst der Haendler bei dem ich meine erwarb, schwaermt von dem wahnsinnigen Flash schon bei 3.3V „… da geht richtig was“.

Ok, ich hab in der Schule meistens gepennt und auch wenn so manche Errungenschaft der Neuzeit an mir vorbei ging, sind aber 3V aus einem ProVari genauso 3V wie aus einem beliebigen anderen Akkutraeger, auch aus einer VMAX. Physik aendert sich ja nun nicht im Wochenrhythmus. Wenn sowohl die ProVari, als auch die LavaTube9 unter Last an einem MetraWatt 16S10 bei sagen wir mal .. 3.0V11 zwischen 3.05V und 3.15V anzeigen, die VMAX aber 4.12V, dann wundere ich mich schon. Nun kann man das gerne auch meine mangelnde Sachkenntnis schieben und einwerfen, das Messgeraet koenne mit der „gepulsten Spannung“ nicht umgehen, kann alles sein. Es wuerde aber erklaeren, warum kein anderer Akkutraeger so schnell so kokelig schmeckt12 und solche Unmengen an Dampf produziert. Oder es ist einfach ein Wunder. Ein Wunder an feinmechanischem Kunsthandwerk ist es jedenfalls nicht, der Schraubverschluss des Akkudeckels ist einen Hauch zu eng, ohne den Akkus die Schutzfolie ueber die Ohren zu ziehen, kriegt man sie nicht rein. Da ich an dem Akkutraeger aber unbedingt rummessen und dampfen wollte, konnte darauf keine Ruecksicht genommen werden.

Bedienung ist wie beim ProVari ueber 1 Knopf geloest, mehrmaliges Druecken bringt oeffnet ein Menu, dort stellt man dann Spannung und Displayanzeige ein. Vorteil vom vmax gegenueber dem ProVari, man kann einstellen, was man beim Feuern13 im Display sehen will, Restspannung, Ausgangsspannung oder Widerstand des Verdampfers. Nachteil, man kann es nciht deaktivieren. Wobei mir das lieber ist, dauernd Info ist netter als 15 x klicken um etwas zu erfahren. Bei der LavaTube 1.5 genuegt ein Druck auf den On/Off Schalter und man sieht erst den Widerstand, danach die eingestellte Spannung und rechts daneben den Ladezustand des Akkus. Vom Bedienkomfort her, ist die LavaTube 1.5 ganz weit vorn. Das Riesendisplay des VMAX schlaegt jedoch ProVari und LavaTube.

Auf den Bildern zu sehen:

  • Vmax von Smoktech
  • ProVari von ProVape
  • LavaTube 1.5 von young-tech
  • DCT 6ml von $jeder_laden_mittlerweile
  • A2-TM von Bulli-Smoker
  • Genisis LV von electra-Pipes
  1. ziemlich sicher leider []
  2. oder man muss die PV aus den USA importieren []
  3. aus dem Reich der Mitte []
  4. siehe Bilder am Ende  des Beitrages []
  5. Nachbau von young-tech []
  6. also ein Druck []
  7. 11x mehr []
  8. in meinen Augen []
  9. beide Versionen []
  10. TrueRMS []
  11. eingestellt am Akkutraeger []
  12. respektive der Verdampfer []
  13. also Dampfknopf druecken []
KategorienDampfmaschine