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Archiv für Oktober, 2011

Eire…

3. Oktober 2011 3 Kommentare
Eire...

Nein, das Bild taeuscht, ich bin nicht mit RomAir geflogen, es war AerLingus. Laut diversen Berichten, die behinderte Schwester von RyanAir. Ganz so schlimm war es aber dann doch nicht. Man sitzt wie bei easyjet in engen Sitzreihen des A320 und Verpflegung kostet ordentlich extra aber es war sauber und nicht aufdringlich1.

Nach gut 2h Flug ist man am Dublin Airport und staunt ueber die 2-sprachige Beschilderung. Alles ist in English und in Gaelisch beschrieben. Da es wieder mal eine Dienstreise ist, stoert mich die Abzocke des Taxifahrers nur am Rande, fuer die 20 km vom Flughafen zum Hotel nimmt er stolze 42.- EUR2. Wenigstens ist das Crowne Plaza ein angenehmes Hotel und ich bekomme ein Raucherzimmer. Im Prinzip klasse aber der Grund, weshalb daheim nicht drinnen geraucht wird, ist der Mief. Und den hat man dann leider mitgebucht. Aber das waere Jammern auf hohem Niveau.

Die Tage in Dublin habe ich leider ausschliesslich mit Arbeiten verbracht, von der Stadt selber habe ich nichts gesehen, soll aber toll sein. -.- Dafuer gab es neben den mittaeglichen Burgern bei BurgerKing  auch ordentliche, riesige bei TGI, leider ist man da mit 18.- EUR pro Portion dabei. Falls man es auf  dem Bild nicht erkennen kann, der AngusBeefBurger kommt garantiert von einem Aberdeen-Angus Rind3 und ist gleichzeitig 100% Irish Beef4. Der kann Sachen, der Ire. Irland ist erschreckend teuer und anscheinend auch „Capitol of Teen-Pregnancy“. Noch nie habe ich soviele hochschwangere Minderjaehrige gesehen. Grade in der Pubertaet und schwupps, Braten in der Roehre. Wenn Dir da eine 15 jaehrige mit Kinderwagen entgegen kommt, Du wuesstest nicht, ob Geschwister oder Nachwuchs. Das hat mich doch sehr irritiert.

Und weil es so schoen war, geht es naechste Woche wieder auf die gruene Insel, vielleicht sehe ich ja dann mehr als Flughafen, Hotel und Arbeitsstaette. Fuer die Fahrt zurueck zum Flughafen am Donnerstag Nachmittag habe ich dann 21,- EUR bezahlt. Gleiche Strecke, anderer Fahrer.

  1. Keine Lotterietickets und Werbedurchsagen, wie bei easyjet []
  2. Irland ist ja Euroland []
  3. Schottland []
  4. laut Kassenzettel []
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ohne Limit…

1. Oktober 2011 1 Kommentar
ohne Limit...

um eines beneidet uns der Auslaender rund um den Erdball, Autobahnen ohne Tempolimit. Warum auch immer dies zur Sprache kommt, egal in welchem Teil der Welt, jeder laesst sich bestaetigen, das zumindest der Grossteil der bundesdeutschen Autobahnen ohne Tempolimit auskommen. Es wird empfohlen, etwa 130 km/h zu fahren, ohne passende Beschilderung, die ein Limit setzt, ist es jedoch nur ein Richtwert. Man kann also, sofern es der Verkehr und das Gemuet es zulassen mit 300 Sachen ueber die Bahn knallen. Der Auslaender ist entzueckt, frohlockt gar ein wenig, versteigt sich in Phantasien, wann er wohl mal in Germany die „Audouhbahhhhhn“ unsicher machen wird.

Zwei Wochen war ich Knecht der CCTV Kameras, des gestrengen Tempolimits auf maximal 80 MPH1 auf 6 spurigen Motorways, der „average speed control“ und derlei Ueberwachung mehr, muss jedoch sagen, es ist doch sehr entspannt. Kleiner Wermutstropfen, wenn man es eilig hat oder dem Drang nach „angasen“ nachgeben will, dann ist Schluss mit Lustig2. Kehrseite der Medaille eben. Dann doch lieber deutsche BAB und ohne Limit. Anstrengender aber eben „freier“. Aber wehe Du blaest mit 250 Knoepfen Richtung „Soccer-Mom Van“ und die Zumsel gurkt vor Schreck in den Acker, dann bist Du der Raser, Moerder, Kinderschaender und was noch alles. Also, alles zu seiner Zeit. Die GS  ist ja nicht mal annaehernd so schnell, wie ein Hayasukimotohondakracherl, ich bin also in Sicherheit.

Eigentlich geht es aber nur darum, wie ich von Cambridge nach Muenchen kam. Mit dem Mopped. Ende. 😉

Am Freitag war letzter Tag in englischen Buero fuer mich und waehrend der Englaender seinen „Casual Friday“ mit der gewagten Kombination „Anzug mal ohne Krawatte“ oder gar „Hemdknopf offen“ zelebriert, marschierte ich bis zum Feierabend um 15:00h3 in vollem Moppedornat durch die Hallen. „X-treme Casual“, ich glaube 2 Fraeulein fielen in Ohnmacht, ein Sicherheitsmann machte sich Notizen.

Um kurz nach Drei3 ertoente fuer mich der Startschuss und ich machte mich auf den Weg Richtung Festland. Irgendwo zwischen Calais und Mons ein Hotel suchen und am naechsten Tag weiter. So der ungefaehre Plan. Der tatsaechliche Ablauf sei nachfolgend kurz geschildert, nicht ohne den Hinweis, dass ich sehr wohl Pausen machte4 und vermittels Fluessigkeitszufuhr, Nikotininhalation und vielen Sandwichs eine professionelle „Sekundenschlaf-Prophylaxe“ durchfuehrte.

Alle Angaben in GMT+2

  • 30.09.2011 09:00 -> Ab ins Buero, letzter Tag
  • 30.09.2011 16:00 -> Los gehts, Richtung Kanal
  • 30.09.2011 17:30 -> verdammt, die Maschinenbaeuerin wollte Crisps5, ab zu Tesco irgendwo bei Luton
  • 30.09.2011 19:00 -> sehr lustig, „nimm die M20/M11, in London ist immer Stau. Hier auch
  • 30.09.2011 20:40 -> Eurotunnel, man verjagt mich, Picknick nicht erlaubt6. Trotzdem kostenlos auf frueheren Zug umgebucht
  • 30.09.2011 20:55 -> Ab in den Zug, Plauderei im Zug und Sandwich essen
  • 30.09.2011 21:45 -> Franzland erreicht7, bisschen fahren, dann Hotel suchen
  • 30.09.2011 23:30 -> Belgien, endlich. Noch ein  paar Meter machen
  • 01.10.2011 02:30 -> Luxembourg, Tanken, Sprit 1,21 EUR/Liter, vergessen nach Hotel zu suchen
  • 01.10.2011 03:50 -> Deutschland? Ei verflixt. Halbe Strecke abgerissen, wo checkt man denn um Vier Uhr morgens ein?
  • 01.10.2011 03:55 -> 105.000 km auf der Uhr
  • 01.10.2011 05:00 -> Zweibruecken, Mc D. Mist, die machen erst um 06:00 auf, ich brauch aber Kaffee
  • 01.10.2011 06:00 -> Landau/Pfalz, Mc D. Scheisse, die machen erst um 07:00 auf, Verschwoerung
  • 01.10.2011 07:30 -> Stuttgart/Flughafen, Mc D. hat auf aber der Parkplatz ist nicht einsehbar, muesste alles mitschleppen
  • 01.10.2011 08:45 -> Wendlingen, links Mc D, rechts Total Tanke, boykottiere nun Mc D und habe prima Kaffee und Croissant
  • 01.10.2011 12:12 -> Zuhause. 105.507 km auf der GS und durch allerlei Staus auf der A8 doch endlich Daheim. Bin wach, Scheiss Kaffee.

MUC -> England -> MUC: 2.995 km
Kreisverkehre: Habe 2 Kreisel in F und B beinahe von links genommen
Mc D: da war ich echt angepisst

  1. 113 km/h []
  2. im Zweifel droht die Todesstrafe []
  3. GMT+1 [] []
  4. daher der geschissene Schnitt []
  5. also Chips []
  6. Sandwich essen und Cola trinken mit Kippe in der hand ist doch kein Picknick, ich bitte euch []
  7. nicht eingenommen []