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Archiv für die Kategorie ‘Motorrad’

125er mit dem Autoführerschein…?

23. Dezember 2019 Keine Kommentare

Ein kleines Weihnachtsgeschenk sagen die einen, ein paar tausend neue Organspender, sagen die anderen.

Grafik dreist vom BMVI entliehen *hüstel*

Ich halte es da eher mit Variante 1. Ein kleines Geschenk. Die Neuregelung1 besagt, dass jeder Inhaber der FS Klasse B, der seit 5 Jahren seine Fahrerlaubnis besitzt und einen Nachweis über eine 13.5h dauernde Schulung besitzt, zu seinen Führerscheinklassen, nun auch die Schlüsselzahl 196 eintragen lassen kann.

Das ist NICHT die Fahrerlaubnisklasse A1!
DOCH! NEIN! DOCH! NEIN!
Also nochmal ..
Die existierende Klasse B2 wird um eine Schlüsselzahl erweitert. Diese besagt, man darf ein zweirädriges Kraftfahrzeug3 mit einem maximalen Hubraum von 125ccm und einer Motorleistung von max. 11 kw4 führen, sofern das Leistungsverhältnis5 nicht mehr als 0,1 kW/kg betragen darf.

Das ist doch A1?
Jain. Es entspricht der Klasse A1, jedoch kann man den A1 auf einen A2 erweitern. Die Schlüsselzahl 196 nicht. Und diese ist auch eine nationale Erweiterung, die Klasse muss nicht im Ausland anerkannt werden. Das kann dazu führen, dass man im lustigen Moppedurlaub dann wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis6 in den Kerker wandert.

Also, Zusammenfassung:

  • Inhaber der Klasse 3
  • FS Klasse 3 seit 5 Jahren
  • Mindestalter 25
  • 13.5 Unterrichtsstunden (4 x 90 min Theorie / 5 x 90 Min Praxis)
  • Eintragen der Schlüsselzahl 196 (Führerscheinstelle)

Im Grunde kann es also losgehen .. wie jede Verordnung, tritt auch diese jedoch erst mit der Verkuendung in Kraft, also Augen auf im Bundesgesetzblatt7 und dann eine Fahrschule suchen, die einem in den 5 Doppelstunden nicht nur Aufbocken und Tanken sondern vor allem Ausweichen und Gefahrbremsung beibringt. Wer sich nicht wie Eingangs in Variante 2 finden will, macht besser gleich ein Fahrsicherheitstraining beim AC-DC oder anderen Ausbildern und schon so die Nerven seiner Lieben und den Geldbeutel der Versichertengemeinschaft.

  1. Verordnung []
  2. Vulgo PKW []
  3. aucn mit Beiwagen []
  4. 15 PS []
  5. zum Gewicht []
  6. oder eben dem Urlaubsland-Equivalent []
  7. Bundesanzeiger []

Und plötzlich macht es Knack…

27. Juni 2019 Keine Kommentare

…und der Arsch fällt ab.

Nachdem der freundliche Meister bei BMW mir attestierte, die Karre und die Kupplung seien ja gerade erst eingefahren, schickte ich mich an, die frisch erworbenen Michelin Anakee Adventure montieren zu lassen.

Im Prinzip ’ne Sache von 20 min, wenn nicht der Super-Gau eintritt, es geht etwas schief. Und wenn etwas daneben geht, dann die denkbar beschissenste Sache, es reisst eine Schraube ab. Ok, eine verbogene Steckachse oder ausgedrehtes Gewinde eventuell noch .. aber es ist dramatisch genug für meinen Geschmack.

Das Ausbauen der Räder und das statische Wuchten nach dem Wechsel der Pelle ist ja gar nicht das Ding, nur müssen vorne die Bremssättel ab. Vier 8er Schrauben, 10.9er mit zaghaften 30 Nm angezogen halten die Sättel am Gleitrohr. Leider riss die obere Schraube des rechten Sattels mit einem leisen Knack ab und davor sitzend staunte man nicht schlecht über den Zustand, der nun eingetreten war.

Guter Rat ist bekanntlich ebenso teuer, wie ein neuer Sattel und so versuchte man erst eine Mutter aufzuschweissen, dann die 8er Schraube auszubohren ohne das Gewinde zu beschädigen und hatte mit beidem nur mässig Erfolg.

Das vorläufige Ende vom Lied ist ein 6er Gewinde, welches in den festgebackenen Rest der 8er Schraube geschnitten wurde. Mit dieser Bastellösung, wenn man Vollbremsungen vermeidet, lässt sich die Zeit bis zur Lieferung des Ersatzsattels1 schon überbrücken. Die vier neuen Schrauben 8×32 10.9 sollten dann auch da sein. Schön ist anders aber irgendwas ist ja immer und ausserdem fahre ich mit dem Kraftwagen ein paar Tage in die Sommerfrische. Steht die Kuh halt noch ein bisschen rum. Wer hätte es gedacht.

Achja .. der neue Anakee Adventure fährt sich schon recht fein und zeigt gut Grip bei gefühlten 35°C Aussentemperatur.

  1. ebay regelt hier []

Schleifmomente…

24. Juni 2019 Keine Kommentare

… mich beschlich seit einiger Zeit das Gefühl, die mittlerweile 121.300 km alte Kupplung habe nicht mehr den vollen Kraftschluss. Jedenfalls im 6. Gang, wenn man spontan auf „laut“ stellt.

Diesem Grunde war meine heutige Ausfahrt nach Schrobenhauen geschuldet. Das1 sehr freundliche Fräulein der Serviceannahme vermittelte mir den diensthabenden Meister für Probefahrten und Kundenberuhigung und jeder drehte nach einem längeren Monolog meinerseits über das Fahrverhalten und meinen resultierenden Eindruck, eine Runde mit dem Kraftrad.

Insgesamt, so die Analyse, sei bei der mehr-minütigen Exkursion auf der Landstrasse keine gravierend merklichen Auffälligkeiten des Getriebe und Antrieb verbindenden Bauteils und man deutete, basierend auf Laufleistung und Alter an, einfach zu warten bis die Kupplung wirklich massiv rutscht und dann gleich die grosse OP zu veranlassen.

Schliesslich sei der Motor überraschend trocken, insgesamt kein Drama erkennbar und spontane Hektik nicht angezeigt.

Diverse Jahre fuhr die Kraxen nur noch zur Hauptuntersuchung und zurück. Man2 verliert wohl im Popometer auch irgendwie das Gefühl dafür, ob die Kupplung schon immer so war, etwas schlimmer wurde oder ob man aufgrund von Alter und Meter auf der Uhr vielleicht einfach davon ausgeht, die Karre müsste eigentlich was haben.

Aber so ist es natürlich noch deutlich angenehmer3, denn so ein Tausch von allen beteiligten Komponenten ist nicht ganz geschenkt.

Bei der Kupplung haben wir nun Prokrastination in ihrer Reinform, läuft bei mir. Aber nicht alles muss aufgeschoben werden .. so steht also dann doch noch was an:

  • Termin zum Wechsel der Reifen, bestellt und geliefert
  • Termin zur 120.000 Inspektion inkl. Polyriemen
  • Mindestens mehr Pflege angedeihen lassen
  • Einmotten und abwarten zum Herbst hin

Funfakt: ich habe endlich den Stempel für die 90.000er Inspektion im Servicebuch, welches ich damals daheim vergessen hatte. Danke. 😉

  1. optisch anmutige []
  2. also ich []
  3. für den Geldbeutel []
KategorienAllgemein, Motorrad, R12GS

Abenteuer-Reifen…

26. April 2019 1 Kommentar

… nachdem ich immer noch unschlüssig bin, ob ich das Fuhrwerk nicht verkloppe und von den paar Talern mit Koks und Nutten zur Happy Hour im Bällebad einlaufe, bekommt die R1200GS wenigstens neue Schuhe.

Wobei der Plan, neue Pneus auf die verschrammten Felgen zu ziehen noch im Stadium der Teilebeschaffung befindlich ist. Ein kompletter Reifensatz Michelin Anakee Adventure wird bei den Chicos von mopedreifen.de gerade fuer 207.- Schleifen angeboten. Also gleich mal einen Satz geordert.

Welcher freundliche Werkstattmensch allerdings zur Prime-Time der „Steck mir mal die Sommerreifen auf den Golf“ Jahreszeit dann ausgerechnet meine mitgebrachten Schluffen auf das Mopped zieht, das ist noch offen. Ich nehme nicht an, dass ich da offene Türen einrenne.

Bestellt, bezahlt .. nun heisst es sowieso erst mal warten, bis die Gummis in der Grösse 110/80R19 59V und 150/70/R17 69V eintreffen. Ich passe jedenfalls meine Route erst mal so an, dass ich einmal am Tag zur Luftbetankung an einer Tanke vorbeikomme.

Ich bin im Dachgeschoss, wenn mich jemand sucht…

22. März 2018 Keine Kommentare

Ich bin im Dachgeschoss, wenn mich jemand sucht...

Temperaturen unter 5°C und morgens deutliche Minusgrade, sind nicht genau das Traumwetter um eine ueberdimensionierte Dachbox bei den Wildlanddrivers in Hoehenkirchen bei Muenchen abzuholen. Geht aber trotzdem, solange es nicht regnet oder schneit, kann man die knapp 1.5h dauernde Schraubaktion schon durchziehen.

Der Platz zwischen dem gerade erworbenen James Baroud Space und der Dachreling ist ziemlich knapp bemessen, so passt meine Hand gerade so durch, wird aber beim bewegen des Wekzeugs1 bei jeder Drehung gequetscht. Da pennt einem alle 3 min die Flosse ein und tut nach kurzer Zeit ordentlich weh2. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Die 95.- EUR fuer die Montage haette man bei dem Anschaffungspreis ja beinahe noch uebrig gehabt. Aber selber machen ist ja auch was feines.

Nachdem die Pennschachtel mittels der optionalen 80 mm Buegel auf dem RhinoRack Vortex 150 Traeger verstaut war, wurde noch die JB Markise angebracht. Auch hier ist alles reichlich eng aber nur halb so tragisch. Dauerte auch nur 20 min.

Im Anschluss wurde das Zelt aufgeklappt, probegelegen, rundum alles auf Macken und Schaeden kontrolliert und danach auch kurz die Markise in Augenschein genommen. Einfach alles mal auf- und zumachen, aus- und einklappen und bei Anfaengerfragen steht ein erfahrener Berater zur Seite. Insgesamt eine recht gute Abholerfahrung. Kauf, Beratung und Abwicklung bis der Sarg endlich auf dem Dach war, lief insgesamt recht gut.

Ein klein wenig genauer oder hilfreicher haette man bei der Anschaffung des Dachtraegers sein koennen aber es ging auch nichts schief, also sehen wir darueber leicht hinweg.

Nun waeren ein paar Plusgrade recht nett .. mit Sonne vielleicht. Und Urlaub .. nur so ein paar Tage fuer den Anfang. Mal sehen was die naechsten Wochen noch so geht.

  1. 13er Mailschluesselratsche []
  2. mimimimimi []

Sie lebt, SIE LEBT!…

3. April 2017 2 Kommentare

Sie lebt, SIE LEBT!...

ich vermute, das Krad wurde zuletzt im Mai 2016 bewegt, die HU waere naemlich in dem Monat im Jahre 2018 faellig. Ich erinnere mich an keine Ausfahrt, wobei dies auch einer Demenz geschuldet sein kann, die sich nur auf Kraftradfahrten beschraenkt.

So stand die graue Eminenz in der Garage, staubte ein und entleerte ihre Batterie, wie immer ueber den Winter. Und wie immer, war ich zu faul den Akkumulator abzuhaengen und versuchte ueber ein 10.- EUR Billigladegeraet noch was zu retten. Klappt manchmal, diesmal nicht. Wieder werden 100.- EUR in eine neue Stromquelle versenkt und wieder verspreche ich mir, im naechsten Winter gleich beim einmotten, auch wenn ich das „naja, nexte Woche solls ja noch mal schoen werden“ murmele, die Leitung zu kappen.

Nach dem Einbau der Delo Gelbatterie wurde erst mal die lokale Tankstelle mit dem aktuell besten Preis fuer Superbenzin angefahren und fuer unverschaemte 1.30 EYPO pro Liter Kraftstoff den Spritbehaelter gefuellt. Die Gummis vorne wie hinten, waren wieder mal auf unter 1 Bar Druck abgesunken. Nun, letztes Jahr eh nicht gefahren und damit gab es kaum Notwendigkeit das Problem mit den K60 anzugehen. Mal sehen ob ich dieses Jahr ueberhaupt tausche.

Wenn man dann schon unterwegs ist, kann und muss man natuerlich die Kiste von den Spinnweben der Jahrhunderte befreien und frischen Glanz aufs Moped zaubern. Die teuerste Botzeit der Saison beim Tankhof Sauerlach gekauft1 und gewaschen was das Zeug haelt.

Ballistol statt des WD40 rausgekramt und die Karre an allen beweglichen Teilen damit eingejaucht. Dabei faellt auf, dass man in der romantischen Verklaertheit den Geruch wohl angenehmer gespeichert hatte, als es in Wirklichkeit ist.

Wenn man nun schon im Putzwahn ist, kann man ja auch den Duster gleich saeubern und so wurde der weisse Dacia durch die Waschstrasse gefahren. Die seit 2 Tagen nervende Hinweislampe, dass ein Oelwechsel faellig sei, versuchte ich verzuweifelt, wie im Handbuch beschrieben zurueckzusetzen. Klappte nicht. Entgegen der dort beschriebene Vorgehensweise muss man nicht 10 sec aufs Gas und dann Bremse treten sondern innerhalb von 10 sec, waehrend man das Gas bei angeschalteter Zuendung tritt, die Bremse 3 x treten. Dann geht auch die Lampe aus. Merken fuers naechste mal ..

  1. 1 Semmel mit Putenbrust fuer 2.60 EUR []

Huhu, HU…

2. Mai 2016 Keine Kommentare

Huhu, HU...

alle 2 Jahre fodern des Teufels ueble Vettern den Zehnten und so schlich ich mit leicht schlechtem Gewissen, ob der doch schon recht runtergerittenen K60 zum nahen TUEV Sued, der jedoch mit sagenhaften 1.5h Wartezeit, wenn man denn keinen Termin habe, aufwartete.

So dringend ist es ja nun auch nicht, das Pickerl am Taferl ist ja gerade mal letzten Monat abgelaufen, so trolle ich mich und versuche es bei einer KUES Station nahe der Heimstatt.

Lediglich 15 min in der Schlange stehen, dabei mit den anwesenden Kradfahrern und ‚Bikern‘ gefachsimpelt und ohne irgendwelche depperten Fragen ob denn hier alles rechtens sei, erdenkliches Anbauteil denn dem Gesetze konform gehe, montierte mir der freundliche Pruefmensch ein schickes 05/18 auf die Blechscheibe am Heck. Schoen, so macht HU/AU fast Spass .. wenn der Auftritt nicht immer wieder 65.- EUR kosten wuerde. Das ist halt fuer ne Kradpruefung von 10 min schon eine sportliche Ansage. Aber egal, ich bin wieder mit dem Siegel ausgestattet und das besaenftigt.

HU2016_Krad

KategorienAllgemein, Motorrad, R12GS