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Archiv für Juni, 2019

Und plötzlich macht es Knack…

27. Juni 2019 Keine Kommentare

…und der Arsch fällt ab.

Nachdem der freundliche Meister bei BMW mir attestierte, die Karre und die Kupplung seien ja gerade erst eingefahren, schickte ich mich an, die frisch erworbenen Michelin Anakee Adventure montieren zu lassen.

Im Prinzip ’ne Sache von 20 min, wenn nicht der Super-Gau eintritt, es geht etwas schief. Und wenn etwas daneben geht, dann die denkbar beschissenste Sache, es reisst eine Schraube ab. Ok, eine verbogene Steckachse oder ausgedrehtes Gewinde eventuell noch .. aber es ist dramatisch genug für meinen Geschmack.

Das Ausbauen der Räder und das statische Wuchten nach dem Wechsel der Pelle ist ja gar nicht das Ding, nur müssen vorne die Bremssättel ab. Vier 8er Schrauben, 10.9er mit zaghaften 30 Nm angezogen halten die Sättel am Gleitrohr. Leider riss die obere Schraube des rechten Sattels mit einem leisen Knack ab und davor sitzend staunte man nicht schlecht über den Zustand, der nun eingetreten war.

Guter Rat ist bekanntlich ebenso teuer, wie ein neuer Sattel und so versuchte man erst eine Mutter aufzuschweissen, dann die 8er Schraube auszubohren ohne das Gewinde zu beschädigen und hatte mit beidem nur mässig Erfolg.

Das vorläufige Ende vom Lied ist ein 6er Gewinde, welches in den festgebackenen Rest der 8er Schraube geschnitten wurde. Mit dieser Bastellösung, wenn man Vollbremsungen vermeidet, lässt sich die Zeit bis zur Lieferung des Ersatzsattels1 schon überbrücken. Die vier neuen Schrauben 8×32 10.9 sollten dann auch da sein. Schön ist anders aber irgendwas ist ja immer und ausserdem fahre ich mit dem Kraftwagen ein paar Tage in die Sommerfrische. Steht die Kuh halt noch ein bisschen rum. Wer hätte es gedacht.

Achja .. der neue Anakee Adventure fährt sich schon recht fein und zeigt gut Grip bei gefühlten 35°C Aussentemperatur.

  1. ebay regelt hier []

Schleifmomente…

24. Juni 2019 Keine Kommentare

… mich beschlich seit einiger Zeit das Gefühl, die mittlerweile 121.300 km alte Kupplung habe nicht mehr den vollen Kraftschluss. Jedenfalls im 6. Gang, wenn man spontan auf „laut“ stellt.

Diesem Grunde war meine heutige Ausfahrt nach Schrobenhauen geschuldet. Das1 sehr freundliche Fräulein der Serviceannahme vermittelte mir den diensthabenden Meister für Probefahrten und Kundenberuhigung und jeder drehte nach einem längeren Monolog meinerseits über das Fahrverhalten und meinen resultierenden Eindruck, eine Runde mit dem Kraftrad.

Insgesamt, so die Analyse, sei bei der mehr-minütigen Exkursion auf der Landstrasse keine gravierend merklichen Auffälligkeiten des Getriebe und Antrieb verbindenden Bauteils und man deutete, basierend auf Laufleistung und Alter an, einfach zu warten bis die Kupplung wirklich massiv rutscht und dann gleich die grosse OP zu veranlassen.

Schliesslich sei der Motor überraschend trocken, insgesamt kein Drama erkennbar und spontane Hektik nicht angezeigt.

Diverse Jahre fuhr die Kraxen nur noch zur Hauptuntersuchung und zurück. Man2 verliert wohl im Popometer auch irgendwie das Gefühl dafür, ob die Kupplung schon immer so war, etwas schlimmer wurde oder ob man aufgrund von Alter und Meter auf der Uhr vielleicht einfach davon ausgeht, die Karre müsste eigentlich was haben.

Aber so ist es natürlich noch deutlich angenehmer3, denn so ein Tausch von allen beteiligten Komponenten ist nicht ganz geschenkt.

Bei der Kupplung haben wir nun Prokrastination in ihrer Reinform, läuft bei mir. Aber nicht alles muss aufgeschoben werden .. so steht also dann doch noch was an:

  • Termin zum Wechsel der Reifen, bestellt und geliefert
  • Termin zur 120.000 Inspektion inkl. Polyriemen
  • Mindestens mehr Pflege angedeihen lassen
  • Einmotten und abwarten zum Herbst hin

Funfakt: ich habe endlich den Stempel für die 90.000er Inspektion im Servicebuch, welches ich damals daheim vergessen hatte. Danke. 😉

  1. optisch anmutige []
  2. also ich []
  3. für den Geldbeutel []
KategorienAllgemein, Motorrad, R12GS