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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Ich bin eine Umweltsau…

30. Dezember 2019 1 Kommentar

jaja, der WDR .. ein Kleinod im Kosmos des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seit gestern ein aufsteigender Stern am Shitstorm-Himmel.

Ein kleiner Rückblick ist vielleicht notwendig, um das Geschehene in den korrekten Kontext zu verfrachten.

Der künstlerische Gesamtleiter Zeljo Davutovic lies den Kinderchor eine parodierte Version des ohnehin schon parodistischen Liedes „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ vortragen und in der umgedichteten Version verballert die Oma 1000 Liter Sprit im Monat, brät sich Fleisch vom Discounter und düst mit dem SUV zum Arztbesuch und überfährt dabei zwei Opas.
Das ganze dann direkt nach den Weihnachtsfeiertagen 2019 dem Publikum unter den Baum gelegt.

So. Und nun?
Nunja, man könnte sich nun zurücklehnen, herzlich lachen und mit ein ganz klein wenig Selbstreflektion erkennen, dass man ja selber, mittlerweile mehrfacher Grossvater, vielleicht mal zu Fuss zum Bäcker gehen könnte, dies dann aber wieder verwerfen und zum Alltag übergehen.

Oder?
Man könnte sich empören, die armen alten Menschen beschützen, die als Umweltsau gebranntmarkt werden. Zur Hilfe eilen, wo keine geboten ist. Aufschwingen, die Generation Trümmerfrau zu verteidigen, weil es einfach richtig ist.. oder scheint… oder sich anfühlt.

Trümmerfrau. Auch eine Anekdote aus der romantisierten Nachkriegszeit, in der alte Mütterchen mit der blossen Hand die Schuttberge abtrugen und die Ebene für das Wirtschaftswunder schafften.
Etwa 10% der zum Dienst der Enttrümmerung Verpflichteten in München waren Frauen. 100 von 1300. Die Mithilfe bei der Schuttbeseitigung um sein Argument zu untermauern in seiner Empörung, ist zumindest kurios aber es zeigt welchen Geistes Kind man ist.

Wenn man nur halb so empört wäre, wenn mal wieder einer „dann sollen die Affen doch im Mittelmeer absaufen“ schreibt oder Smileys neben einen ertrunkenen Jungen geklebt werden, dann, ja dann könnte man das Maul aufreissen und sich aufregen, dass die arme Oma ja nur Befehle befolgt .. ich meine, Biodiesel verbraucht hat.
Sich aber nur um des Aufregens Willen zu echauffieren, „weil, das wird man ja noch mal sagen dürfen“, hier schliesslich arme geknechtete, vermutlich pfandflaschensammelnde Grossmütter durch den Dreck gezogen werden, dass ist schon befremdlich.

Nach dem ersten entrüsteten Aufschrei ging es dann recht schnell. Der WDR Intendant Tom Buhrow entschuldigt sich, der WDR Chorleiter entschuldigt sich, die Politik mischt sich ein und jeder hat seine Meinung zu dem Thema und die absolute Deutungshoheit (inkl. mir).
Plötzlich darf Satire nicht mehr alles. Einfach Satire drüber lackieren heisst nicht, dass man alte Menschen gesanglich misshandeln dürfe, Querverbindungen und Schuldzuweisungen werden geklöppelt und wer nicht für die Oma ist, der ist ein linksgrünfaschistischer Lügenpressesystemdoofkopp.

Heiligs Blechle … gehen mir diese besorgten Bürger auf den Penis. Wenn Böhmi einem Despoten die Ziegenfickerei andichtet, so sei das a) witzig und b) sein gutes satirisches Recht, wenn er gegen die „Sie haben mir ins Gesicht gefilmt!“ wutbürgerliche Pseudomitte seine Witzlein reisst, so ist es untragbare Herabwürdigung grundlegender Rechte eines jeden .. ach egal.

Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, meine Eltern mit erhobenem Zeigefinger gesehen zu haben, als wir in der Schule die „Oma im Hühnerstall Motorrad fahren“ liessen. Kein Mensch kam auf die Idee, dass man hier einer älteren Dame aus der Verwandschaft grundlegende Missachtung des Tierwohles unterstellen wolle. Niemand! Jedenfalls niemand, der halbwegs bei Verstand ist.

Und nun, eine absolut offensichtliche satirische Übertreibung des Liedgutes soll allen Ernstes herabwürdigend sein und geeignet das Andenken zu beschädigen? Ja? Ab in die Klapse ihr Pfosten.
Kinder würden instrumentalisiert um einen Generationenkonflikt zu schüren? Geht’s noch. Wer, wenn nicht Kinder, sollten dieses Kinderlied vortragen. Daraus Konfliktmaterial zu konstruieren ist mindestens bösartig. In den Kommentaren der Presse findet sich gerne auch ein „soll sich die arme Alte nun schämen, weil sie sich eben nur Discounterfleisch leisten kann? Ist es ihre Schuld, nicht xx hundert Euro für feinste Delikatessen zu haben?“ als Reaktion auf die Strophe mit dem Discounterkotlett. Alleine die Tatsache, auf so eine Phrase einzusteigen, zeigt uns, dass es nur um „i am offended, i am offended“ geht. Special Snowflakes und deren Fans, die sich im eigenen (erlogenen, weil nicht tatsächlich vorhandenen) Elend suhlen.

Ja, es geht in diesem Land sicher einiges gewaltig schief im Moment.
Ja, nicht alles ist eitel Sonnenschein und sicher zumindest diskussionswürdig.

Das alles als Schritt in die Öko-Diktatur zu fabulieren, statt darauf hinzuweisen, dass Nachhaltigkeit gerade bei den (inzwischen) Omas und Opas (wenn auch zwangsweise) erfunden wurde, zeigt die Hilflosigkeit derjenigen, die nun laut aufschreien.

Selber nichts auf die Kette kriegen und dann Stellvertreterkriege anfangen. Tolle Show.

Bashing vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommt immer gut an, schliesslich wird hier die Zwangsabgabe zur Volksverdummung und Umerziehung ja so wunderbar offensichtlich wenn es nach denen geht, die nicht länger schlafen. Dunning und Kruger hätten ihre wahre Freude an diesen Thesen.

Gut .. wenn keine vollkommen offensichtliche Satire erkennbar ist, wird’s halt echt schwer … auch wenn man hinterher nicht müde wird zu beteuern, es sei doch alles nur ein Spass gewesen. Das grosse Problem bei so einer Sache ist einfach, dass sich nicht alle, die sich über Umweltsau aufregen darüber im klaren sind, dass sie genau die Zielgruppe der neuen Rechten sind, die nur dann das Maul aufreissen und empört sind, wenn es der eigenen Sache dienlich ist oder einfach sehr bequem vom Sessel aus passieren kann. Blöd für Danny.

Zum Abschluss, jedoch nicht abschliessend sei gesagt..

WDR, Du bist einfach nur eine feige Sau. Reiss Dich zusammen, Finger aus dem Arsch und dazu stehen. Eine feine Satire, dargeboten von Knirpsen um uns, stellvertretend durch die Oma, den Spiegel vorzuhalten.
Ist das Zitat von Fr. Thunberg am Ende („we will not let you get away with this“) unbedingt notwendig um in dem schon viel zu lang andauernden Problem zu stochern, dass es nicht schön ist, wie ausgerechnet eine gut betuchte Schwedin von einem Raub der Kindheit faselt, während sie Tausenden die Bildung raubt mit ihren unseligen „Freitags machen wir Frei“ Parties? Musste das sein? Ja? Dann sei es drum, Satire darf das. Auch wenn es weh tut.

KategorienAllgemein

125er mit dem Autoführerschein…?

23. Dezember 2019 Keine Kommentare

Ein kleines Weihnachtsgeschenk sagen die einen, ein paar tausend neue Organspender, sagen die anderen.

Grafik dreist vom BMVI entliehen *hüstel*

Ich halte es da eher mit Variante 1. Ein kleines Geschenk. Die Neuregelung1 besagt, dass jeder Inhaber der FS Klasse B, der seit 5 Jahren seine Fahrerlaubnis besitzt und einen Nachweis über eine 13.5h dauernde Schulung besitzt, zu seinen Führerscheinklassen, nun auch die Schlüsselzahl 196 eintragen lassen kann.

Das ist NICHT die Fahrerlaubnisklasse A1!
DOCH! NEIN! DOCH! NEIN!
Also nochmal ..
Die existierende Klasse B2 wird um eine Schlüsselzahl erweitert. Diese besagt, man darf ein zweirädriges Kraftfahrzeug3 mit einem maximalen Hubraum von 125ccm und einer Motorleistung von max. 11 kw4 führen, sofern das Leistungsverhältnis5 nicht mehr als 0,1 kW/kg betragen darf.

Das ist doch A1?
Jain. Es entspricht der Klasse A1, jedoch kann man den A1 auf einen A2 erweitern. Die Schlüsselzahl 196 nicht. Und diese ist auch eine nationale Erweiterung, die Klasse muss nicht im Ausland anerkannt werden. Das kann dazu führen, dass man im lustigen Moppedurlaub dann wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis6 in den Kerker wandert.

Also, Zusammenfassung:

  • Inhaber der Klasse 3
  • FS Klasse 3 seit 5 Jahren
  • Mindestalter 25
  • 13.5 Unterrichtsstunden (4 x 90 min Theorie / 5 x 90 Min Praxis)
  • Eintragen der Schlüsselzahl 196 (Führerscheinstelle)

Im Grunde kann es also losgehen .. wie jede Verordnung, tritt auch diese jedoch erst mit der Verkuendung in Kraft, also Augen auf im Bundesgesetzblatt7 und dann eine Fahrschule suchen, die einem in den 5 Doppelstunden nicht nur Aufbocken und Tanken sondern vor allem Ausweichen und Gefahrbremsung beibringt. Wer sich nicht wie Eingangs in Variante 2 finden will, macht besser gleich ein Fahrsicherheitstraining beim AC-DC oder anderen Ausbildern und schon so die Nerven seiner Lieben und den Geldbeutel der Versichertengemeinschaft.

  1. Verordnung []
  2. Vulgo PKW []
  3. aucn mit Beiwagen []
  4. 15 PS []
  5. zum Gewicht []
  6. oder eben dem Urlaubsland-Equivalent []
  7. Bundesanzeiger []

Und plötzlich macht es Knack…

27. Juni 2019 Keine Kommentare

…und der Arsch fällt ab.

Nachdem der freundliche Meister bei BMW mir attestierte, die Karre und die Kupplung seien ja gerade erst eingefahren, schickte ich mich an, die frisch erworbenen Michelin Anakee Adventure montieren zu lassen.

Im Prinzip ’ne Sache von 20 min, wenn nicht der Super-Gau eintritt, es geht etwas schief. Und wenn etwas daneben geht, dann die denkbar beschissenste Sache, es reisst eine Schraube ab. Ok, eine verbogene Steckachse oder ausgedrehtes Gewinde eventuell noch .. aber es ist dramatisch genug für meinen Geschmack.

Das Ausbauen der Räder und das statische Wuchten nach dem Wechsel der Pelle ist ja gar nicht das Ding, nur müssen vorne die Bremssättel ab. Vier 8er Schrauben, 10.9er mit zaghaften 30 Nm angezogen halten die Sättel am Gleitrohr. Leider riss die obere Schraube des rechten Sattels mit einem leisen Knack ab und davor sitzend staunte man nicht schlecht über den Zustand, der nun eingetreten war.

Guter Rat ist bekanntlich ebenso teuer, wie ein neuer Sattel und so versuchte man erst eine Mutter aufzuschweissen, dann die 8er Schraube auszubohren ohne das Gewinde zu beschädigen und hatte mit beidem nur mässig Erfolg.

Das vorläufige Ende vom Lied ist ein 6er Gewinde, welches in den festgebackenen Rest der 8er Schraube geschnitten wurde. Mit dieser Bastellösung, wenn man Vollbremsungen vermeidet, lässt sich die Zeit bis zur Lieferung des Ersatzsattels1 schon überbrücken. Die vier neuen Schrauben 8×32 10.9 sollten dann auch da sein. Schön ist anders aber irgendwas ist ja immer und ausserdem fahre ich mit dem Kraftwagen ein paar Tage in die Sommerfrische. Steht die Kuh halt noch ein bisschen rum. Wer hätte es gedacht.

Achja .. der neue Anakee Adventure fährt sich schon recht fein und zeigt gut Grip bei gefühlten 35°C Aussentemperatur.

  1. ebay regelt hier []

Schleifmomente…

24. Juni 2019 Keine Kommentare

… mich beschlich seit einiger Zeit das Gefühl, die mittlerweile 121.300 km alte Kupplung habe nicht mehr den vollen Kraftschluss. Jedenfalls im 6. Gang, wenn man spontan auf „laut“ stellt.

Diesem Grunde war meine heutige Ausfahrt nach Schrobenhauen geschuldet. Das1 sehr freundliche Fräulein der Serviceannahme vermittelte mir den diensthabenden Meister für Probefahrten und Kundenberuhigung und jeder drehte nach einem längeren Monolog meinerseits über das Fahrverhalten und meinen resultierenden Eindruck, eine Runde mit dem Kraftrad.

Insgesamt, so die Analyse, sei bei der mehr-minütigen Exkursion auf der Landstrasse keine gravierend merklichen Auffälligkeiten des Getriebe und Antrieb verbindenden Bauteils und man deutete, basierend auf Laufleistung und Alter an, einfach zu warten bis die Kupplung wirklich massiv rutscht und dann gleich die grosse OP zu veranlassen.

Schliesslich sei der Motor überraschend trocken, insgesamt kein Drama erkennbar und spontane Hektik nicht angezeigt.

Diverse Jahre fuhr die Kraxen nur noch zur Hauptuntersuchung und zurück. Man2 verliert wohl im Popometer auch irgendwie das Gefühl dafür, ob die Kupplung schon immer so war, etwas schlimmer wurde oder ob man aufgrund von Alter und Meter auf der Uhr vielleicht einfach davon ausgeht, die Karre müsste eigentlich was haben.

Aber so ist es natürlich noch deutlich angenehmer3, denn so ein Tausch von allen beteiligten Komponenten ist nicht ganz geschenkt.

Bei der Kupplung haben wir nun Prokrastination in ihrer Reinform, läuft bei mir. Aber nicht alles muss aufgeschoben werden .. so steht also dann doch noch was an:

  • Termin zum Wechsel der Reifen, bestellt und geliefert
  • Termin zur 120.000 Inspektion inkl. Polyriemen
  • Mindestens mehr Pflege angedeihen lassen
  • Einmotten und abwarten zum Herbst hin

Funfakt: ich habe endlich den Stempel für die 90.000er Inspektion im Servicebuch, welches ich damals daheim vergessen hatte. Danke. 😉

  1. optisch anmutige []
  2. also ich []
  3. für den Geldbeutel []
KategorienAllgemein, Motorrad, R12GS

Hinter Gittern…

9. Mai 2019 Keine Kommentare

… waehrend mancher Kraftwagenfahrer, mich eingeschlossen, die Frage der Ladungssicherung mit einem eloquenten „wutt?“ beantwortet, stellen sich andere die angeblich sinn-stiftende Frage ob es die finanzielle Eskapade rechtfertigt, sich eine Trenneinrichtung zwischen Fahrgastraum um Beladungszone zu besorgen.

Nun, bis dato wurde mehr oder minder geschickt, etwa auf Tetris Level 3 Niveau gestapelt und gepresst, solange die Abdeckung des Kofferraums ein Schliessen noch ermoeglichte. Fuer meine Belange auch durchaus ausreichend, denn weniger ist mehr. Vollgeschissene Unterhosen kann man im Dutzend spazieren fahren oder einfach eine Neue kaufen wenn Drehen und auf Links tragen auch nichts mehr rettet.

Durch mehr gutes Zureden und Appelieren an meine Freude an Kleinscheiss, den man an den Kraftfahrtwagen basteln kann, schliesslich habe ich auch eine Anhaengerkupplung, die nur ein einziges Mal genutzt wurde, entschloss man mich1 ein Trenngitter zu erstehen und damit das nutzbare Volumen des Kofferraums zu verdroelfzigfachen2.

Ein Modell aus der breiten Palette der Gitterkonstruktionen gefiel jedoch besonders. Werkzeugloser Einbau mit 2 Handgriffen, klappert nicht, keine fetten Stahlstreben quer im Sichtfeld und halbwegs bezahlbar. Naja, auch wenn 150.- EYPO kein Pappenstiel sind.

Die Kofferraumabdeckung kann wahlweise noch genutzt werden und bei laengeren Reisen, bei denen man dann doch mehr Gepaeck und Kram mitnehmen moechte3, kann man ohne Abdeckung bis unter das Dach stapeln, ohne das der Krempel bei einer Vollbremsung den Passagieren um die Ohren fliegt.

  1. kein Typo []
  2. haargenaue Berechnung []
  3. oder muss []

Abenteuer-Reifen…

26. April 2019 1 Kommentar

… nachdem ich immer noch unschlüssig bin, ob ich das Fuhrwerk nicht verkloppe und von den paar Talern mit Koks und Nutten zur Happy Hour im Bällebad einlaufe, bekommt die R1200GS wenigstens neue Schuhe.

Wobei der Plan, neue Pneus auf die verschrammten Felgen zu ziehen noch im Stadium der Teilebeschaffung befindlich ist. Ein kompletter Reifensatz Michelin Anakee Adventure wird bei den Chicos von mopedreifen.de gerade fuer 207.- Schleifen angeboten. Also gleich mal einen Satz geordert.

Welcher freundliche Werkstattmensch allerdings zur Prime-Time der „Steck mir mal die Sommerreifen auf den Golf“ Jahreszeit dann ausgerechnet meine mitgebrachten Schluffen auf das Mopped zieht, das ist noch offen. Ich nehme nicht an, dass ich da offene Türen einrenne.

Bestellt, bezahlt .. nun heisst es sowieso erst mal warten, bis die Gummis in der Grösse 110/80R19 59V und 150/70/R17 69V eintreffen. Ich passe jedenfalls meine Route erst mal so an, dass ich einmal am Tag zur Luftbetankung an einer Tanke vorbeikomme.

Speedway-Style für Trottel…

25. April 2019 Keine Kommentare

manche Sachen lernt man einfach nicht mehr im Alter. Selbst triviale Dinge wie „stell sicher, dass Du Luft im Reifen hast“ kann man sich zwar vornehmen und dann verpennt man es ja doch wieder.

Das führt dann in ein zwangsloses Abenteuer, bei dem man sich mitten auf der Rosenheimer Strasse im Berufsverkehr beinahe mault. Zum Glyck konnte die Karre, bevor eine 90° Schräglage errreicht wurde, abgefangen werden und mit leicht versetztem Heck … eben wie ein Speedway Crack … die freundliche Aral im Bermundadreieck ange“fahren“ werden. Ein beherzter Schlag, viel Luft und mit einem satten PLOPP flutschte der Gummi wieder auf das Felgenhorn. Spassig ist anders.

Aber warum wurde die Karre nach wiederum einem Jahr überhaupt bewegt? Tja, keine Ahnung. Retrospektiv betrachtet eigentlich eine Scheissidee. 300 m von der Garage übersah mich der erste PKW Lenker, 10 km von der Heimat mault man sich beinahe weil man doof genug war mit 2 Platten los zu fahren und dann hat man mitten in der Münchener Innenstadt ja eh einen eigenen PKW Stellplatz an dem Tag … die nervige Parkplatzsuche als Grund scheidet also schon mal aus.

Es muss der reine Fahrspass sein. Denkste. Zumindest ohne Luft eiert man wie ein Depp durch die Botanik, empfindet fahren als anstrengend und bevor der ganze Zinnober losgeht, wurde auch1 eine neue Batterie fällig. Diesen Winter hatte ich sogar ein Ladegerät dran .. vermutlich zu spät und die 6 Monate Standzeit davor hatten die Energiespeicherkiste schon getötet. Egal. 100.- EUR Lehrgeld sind angemessene Strafe für doof sein.

Nachdem auch der Prüfonkel nun den gleichen Reifensatz, mehrfach durchwinkte, mit dem Hinweis, den irgendwann mal zu ersetzen, sollte ich dem zumindest nachkommen. Auch wenn im Moment Kradfahren gar keine Laune macht. Kupplung kündigt sich an, Reifen malad, alles doof. Jedoch ist auch ein Verkauf eventuell nicht der Weg. 121.000 km auf der Uhr und keine Ahnung .. 13 Jahre auf dem Buckel, da reisst sich keiner drum. Vor allem wenn Kupplung gemacht werden muss. Da kann man bei der BMW nen Kleinkredit aufnehmen. Für den Tausch muss das komplette Heck weg.

Falls jemand eine halbwegs erreichbare Werkstatt empfehlen kann, die einer R1200GS ne neue Kupplung verbaut und dafür einen realistischen Preis aufruft .. immer her damit. 😉

  1. wie jedes Jahr []