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Archiv für die Kategorie ‘Touren’

Hej!

19. Juni 2017 Keine Kommentare
Hej!

eigentlich habe ich mich schon darauf eingestellt, einen Reisebericht von den Kanaren zu schreiben .. wurde dann aber nach Irland umgebucht .. dann nach Italien und dann nach Schweden. Spanischwoerterbuch also beiseite gelegt und stattdessen den IKEA Katalog gewaelzt. Koettbullar wird uebrigens <Schoettbullar> ausgesprochen.  Muss man wissen oder sich beim schwedischen Moebelriesen zum Deppen machen .. wie man halt mag.

So wurde statt der Flugreise die rumaenische Dieselnutte gepimpt, 2 Koffer in den Kofferraum verfrachtet, kleinere Taschen fuer „das Notwendigste“ obendrauf, mein Schlafnuschel1 und die Campingstuehle vom Balkon auf den Ruecksitz. Passt. Da ist noch Luft .. die man die eventuell mit einem Tisch2 haette fuellen koennen, geschenkt.

Ueber die A99 auf die A9, dann Richtung A73, ein bisschen A70 mit einem Hauch A7 und schwupps ist man am Arsch der Welt oder wie es die Einheimischen liebevoll nennen Laatzen. Eine Nacht in einem Ibis im Gewerbegebiet bringt einen nicht um, man moechte hoechstens sterben. Dank netter Reisebegleitung uebersteht man aber auch das, bevor man sich am naechsten Morgen auf den Weg nach Hamburg macht, also rauf auf die A7 weiter durch Elbtunnel und Co zu fahren. Hauptsache Meter machen. Anreise ist am Urlaub immer das aergste. Fuer mich jedenfalls, ich muss erstmal irgendwo sein, wo ich noch nie war, dann ist es fein. Oder am Ziel, das ist Doppelfein.

Bei Schleswig haben wir dann genug, jetzt ist gefaelligst Urlaub und so trollen wir uns von der 4-spurigen auf die naechste Bundesstrasse und rammeln die weisse Kiste nach Husum. Fisch essen .. macht man so .. sagt sie.

Von dort aus dann ueber kleine Straesschen an gefuehlt hundert Doerfern vorbei, die alle auf -trum, -trup oder -buel enden. Eine lustige Gegend. Und flach. Deiche hat es auch. Oder eben einen aber der ist lang.

Wenn man schon mal in Daenemark ist, sollte sich der geneigte oder lotrechte Kraftfahrer, so er denn dafuer einen Sinn hat, den Autostrand auf der Insel Röm3 ansehen. Die asphaltierte Strasse endet, es beginnt Sand, alle Fahrzeuge schleichen noch brav im Schritttempo und man kann in aller Ruhe am Strand rumfahren bis man seinen gewuenschten Platz entdeckt hat. Das ist so klasse, dass wir sofort umdrehen und abhauen… um beim Supermarkt am Hotel4, welches keine 10 min vom Strand ist, Bier zu holen5 und dann wieder auf dem Strand zu erscheinen um uns gegenseitig mit Ahhh und Ohhh zu uebertreffen. Witzig ist auch, wenn sich einer festgefahren hat, der darf dann ueber den Strand latschen bis er einen SUV oder Offroader mit Allrad findet, der ihn da rauszieht .. innerlich bange ich, dass ich nicht auf so ein armer Tropf werde, der im Sand steckt. Spoiler: Nein, trotz 4×2 sauber ueberall durch. Ha!

Der Strand ist so toll und die Aussicht6 auf den Sonnenuntergang atemberaubend, dass nach einer Nacht im Hotel, das uebrigens sehr grosszuegige Zimmer hat und gut gefiel, der Ausflug nach Esbjerg genutzt wurde um neben den Fotos der weissen Maenner, die aufs Wasser starren, auch noch eine Kuehlbox zu kaufen. Wo man nach einem naechmittaeglichen Burgersnack dann den Abend verbrachte duerfte klar sein.

Nun geht es aber weiter nach Kopenhagen. Recht zentral, nur 15 min zu Fuss von Rathaus / Tivoli und Nyhaven im „wakeUp Copnehagen“ zbtergekommen, erscheint ein Ibis dagegen wie eine Suite. Winzige Zimmer, sehr modern und hybsch aber klein. Fruehstuecksauswahl unter aller Sau und Kaese als abgepackte Einzelscheiben7. Reicht zum schlafen.

Nyhaven und die Altstadt entschaedigen. 2 Tage dort spazieren gehen, Touriboot fahren8, Essen, Bier aus Plastikbechern trinken und Abends in der alten Fabrik9 was essen. Kopenhagen ist super. Aber auch die Zeit vergeht wie im Flug und so hasten wir am naechsten Tag ueber die Øresundbrücke nach Malmö. Das Staedtchen ist jetzt nicht sooo spannend, daher wird die Reise nach Norden fortgesetzt, wir gehen wandern.

Haha, verarscht. Ich wander nicht. Wir sind etwa 1 km vom Parkplatz des Naturreservats Kullaberg zum Naturum spaziert um von dort auf „Kattegat“ zu blicken. Kattegat, welches man ja als „Dorf“ aus „Vikings“ kennt, ist kein Ort10 sondern die Meerenge zwischen Danemark und Schweden. Kattegat, das Katzenloch. Hybsch, malerisch gar.

Nun aber weiter nach Karlshamn, das ungefaehr so spannend ist wie nasses Tofu auf Bambus. Wir haben ein tolles Hotel, riesen Zimmer, fantastisches Fruehstueck mit etwa 500 g Lach pro Nase und Mikrowelle und Kaffee im Voyer und nettem Personal aber in der Stadt ist nichts los .. gar nichts. Tot wie Ulli der Frosch beim Biounterricht in der 7b.

Dafuer sind wir ja mobil. In den folgenden 5 Tagen fahren wir mehrfach nach Karlskrona, zum zweitgroessten See Schwedens und seinen bezaubernden Inseln11 und lassen es uns gut gehen. Will man Menschen sehen, Karlskrona, Kristianopel und Co, will man seine Ruhe haben, einfach irgendwo hin. Wenn man es drauf anlegt, trifft man vermutlich pro Tag hoechstens einen Menschen .. und der hat sich verfahren. Leider ganz aus den Augen verloren, haben wir Öland. Waere auch gleich ums Eck gewesen. Aber trotz meiner abendlichen Bauchschmerzen, weil ich mir in jedem Supermarkt ein halbes Kilo Lakritz gekauft habe, steht Schweden weit oben auf der Liste der Laender, die man wieder besuchen muss.

Wenn man von Karlskrona aus die Faehre nimmt, die die Schaereninseln abfaehrt12, kommt man auch mehrfach an den malerischen kleinen Schwedenhaeuschen vorbei, die man von Postkarten kennt. Diese 20 Haeuser am Meer. Extrem pikturesk meine Herrschaften.

Langsam neigt sich der Urlaub dann dem Ende entgegen und so planen wir schon mal wie es weitergehen soll. Wieder Hamburg und Hannover peitscht nicht so sehr, lieber weiter oestlich runter. Also wird erneut die Oeresundbruecke angesteuert, erneut 56.- EUR berappt13 und dann in der Naehe von Rødby in einer alten Fabrik genaechtigt, nachdem man sich beim Thai verkoestigt hat. Das Ambiente ist so ein bisschen .. „wir sind jetzt Hip und Businesschic“ mit einem kleinen Hauch von „ach, der Code per SMS oeffnet ein Schliessfach ohne Schluessel“. Die „Dachterasse“ ist demoliert und morsch und wir sind14 irgendwie ganz allein. Hat auch was, kannste mal nackig durch den Flur rennen und keiner merkts. Das Fruehstueck ist ok, kein heisser Scheiss mit hippem Kram, es ist halt ok. Fuer ein Hotel, das nicht mal eine Rezeption besitzt, vermutlich ganz gut.

Nun aber weiter auf die 40 min Faehre von Rødby nach Puttgarden auf Fehmarn. Mittlerweile weint der Himmel mit uns und so fahren wir in lechtem Nieselregen Richtung Heimat. Jedoch mit einem weiteren Zwischenstop und zwar in Wernigerode in Sachsen-Anhalt. Ich weiss bis heute nicht warum und auch Donja Tramina muss hier passen. „Einfach so .. sah halt nett aus und lag irgendwie auf dem Weg“. Wir naechtigen in der Villa Uhlenhorst, deren einzige Gaeste wir waren und weshalb die Hausherrin auch extra viel Zeit hatte uns durch die heiligen Hallen zu fuehren.

Richtig schnuffig und mal ein ganz anderes Ambiente. Rustikal trifft es nicht .. es ist besser und gemuetlicher als es sich anhoert. Kein Spottpreis pro Nacht aber wer mal in der Naehe ist.. jedenfalls besser als das empfohlene Restaurant. Gestockte Rahmsosse und Rind komplett durch ist schon hart. Dafuer war man sehr nett dort. Das muss ich zugeben.

So, Ende der Geschichte. Der Rest ist A6, A14, A9 mit einem Abstecher beim Ingolstadt Village15 um einen Stau16 auszusitzen und A99.

  1. CPAP Geraet []
  2. steht ja nur doof in der Garage rum []
  3. Rømø []
  4. Ballumhus []
  5. alkoholfrei fuer mich []
  6. Westen eben []
  7. wie bei den Scheibletten []
  8. jeden Tag einmal []
  9. Papirøen []
  10. also in Echt []
  11. Åsnen []
  12. und das sollte man machen []
  13. hoffnungslos ueberteuert in meinen Augen []
  14. obwohl noch zwei weitere Fahrzeuge vor der Fabrik standen []
  15. wirklich hybsch da []
  16. eigentlich 3 []
KategorienAllgemein, Duster, Touren

Lago di Garda…

13. Oktober 2016 Keine Kommentare
Lago di Garda...

wenn Anfang Oktober die ersten regnerischen Tage ins Land ziehen, der Spaetsommer dem haesslichen Herbst weicht, so entweicht man selber am besten auch gleich. Die Naehe zu Italien macht die Wahl dann auch recht einfach. Kaum mehr als 4 Stunden, wenn man denn ausschliesslich Autobahnen verwenden mochte, dauert der Kurztrip vom heimischen Sofa auf die sonnengeflutete, mit Gartenmoebeln bestueckte Aussicht auf dem Hotelbalkon. Das Hotel Bel Sito in Bardolino ist schnell gefunden und die hauseigenen Parkplaetze erleichtern die Anreise enorm.

Dank der kurzen Anreisedauer, erreicht man Bardolino schon kurz nach Mittag und kann sich nach dem auspacken direkt zum ersten Aperol Spritz an die Uferpromenade begeben.

Nachsaison ist schon eine famose Sache. Fuer den Obulus, der 5 Tage mit reichlichem Fruehstuecksbuffet beinhaltet, erhaelt man zur ueberlaufenen Hauptsaison gerade mal ein Wochenende mit Kaffee und Toast.

Neben Ausfluegen nach Verona, stehen auch der Monte Baldo, Iseosee und ein Abstecher zum Ledrosee auf dem Fahrplan. Alles so nah, dass man rechtzeitig zum Sundowner wieder auf den Gardassee blicken, sich die Haxen braeunen und abschliessend Pizza und Pasta geniessen kann.

Der kleine Weisse senkte auf der oesterreichischen und anschliessenden italienischen Autobahn, dank deren teils absurd niedrigen Geschwindigkeitslimits, seinen Verbrauch auf 6.0l Diesel pro 100 km. So wurde auch nur ein kleiner Schluck aus der 1.38 EUR/L teuren italienischen Spritschenke benoetigt um wieder bis nach Hause zu kommen.

KategorienAllgemein, Duster, Touren

Venedig sehen und staunen …

31. Mai 2016 Keine Kommentare
Venedig sehen und staunen ...

Urspruenglich war ja „nur“ eine Spritztour nach Padova geplant. Bisschen Ingress spielen1 und Pizza essen. Was man eben so macht. Da Venedig jedoch gleich neben Padua liegt, wurde ein Abstecher mit eingeplant, um die Lagunenstadt zu besuchen.

Ehrlich gesagt fuehlte ich leichte Unsicherheit ob der „Stadt ohne Autos“, denn irgendwie bin ich nicht so der Typ fuer den oeffentlichen Nahverkehr. Wie kommt man von A nach B, kapiert jemand diese Wassertaxi-, Wasserbus-, Gondeldinger? Nachdem die Stadt jedoch Millionen von Touristen jedes Jahr durchbringt, kann das so schwer nun auch nicht sein, ich meine „hey, Amis schaffen das..“.

Im Prinzip ist es auch puppenleicht. Mit dem PKW faehrt man bis auf die „Insel“ Tronchetto, parkt in dem riesigen Parkhaus von Interparking2 und latscht nach hinten durch zu Zone E und dann ins EG runter. Wenn man, wie wir, gleich bei A runtergeht kommt man an den Wassertaxis und Charterbooten vorbei. Sind ein bisschen teurer. Wir mussten in den Osttteil der Insel, zwischen die Haltestellen Arsenale und Giardini. Die einfache Fahrt mit dem Charter kostete 10.- EUR pro Nase, damit knapp 4.- mehr als ein Vaporetto3 fuer eine einfache Fahrt4 und ging doppelt so schnell. Da es am Ankunftstage pisste wie aus Eimern, was es uns den Aufpreis wert.

Dem Unwetter des ersten Tages war es auch geschuldet, dass ich genoetigt wurde einen Schirm5 permanent mit spazieren zu tragen, obwohl es die naechsten Tage entgegen der Prognosen trocken, sonnig, warm war. Aber besser als andersrum.

Die Vaporetti fahren alle paar Minuten und bringen einen, je nach Linie, rund um die Insel und durch den Canale Grande. Ein 24h Ticket kostet 20.- EUR pro Nase und gilt fuer alle Linien des ACTV6. Die ersten Tage erkundeten wir zu Fuss die Stadt, das geht voellig problemlos und kein Roller, Radler, Auto versucht einen umzumaehen. Sehr eigenartig, wenn man gerade noch in Padua war. Google Maps7 ist sehr hilfreich, da man sonst gerne mal eine Gasse uebersieht oder nach mehrfachen winkeligen Abzweigungen im Kreis gelaufen ist.

Am Tag vor der Abreise loesten wir ein 24h Ticket, welches damit lange genug galt um am letzten Tag noch die 1h Fahrt zum Parkhaus zu enthalten. Vermittels der Linie 2 fuhren wir den Canale Grande rauf und runter. Die Tickets muessen vor jeder Fahrt an einem Automaten8 geloest werden. Einfach davor halten, gruenes Licht und „Piep“ abwarten, fertig. Es lohnt sich sowohl die 1 als auch die 2 zu nehmen, halten zwar an jeder Milchkanne aber wenn man einen Platz vorne ergattert, ein Sightseeingerlebnis. Studieren des Fahrplanes lohnt hier gewiss, wie auch ein Abstecher auf eine der Inseln vor der Stadt.

Die Kennzeichnung der Haltestellen mit SX und DX gibt die Fahrtrichtung an. Sinistra und Destra fuer Links und Rechts. Einfacher ist es jedoch die Schilder anzusehen auf denen steht, welche Haltestellen von hier ab erreicht werden. Falsches Boot erwischt? Egal, naechste raus und max 10 min warten.

Insgesamt eine wunderschoene Stadt mit einem sehr eigenen Charme. Winzige Gassen, tolles Essen, entspanntes vorankommen. Und wenn man das mit Anreise und Fortbewegung einmal kapiert hat, will man auch ein weiteres Mal nach Venezia.

  1. ja, immer noch []
  2. fuer zierliche 21.- EUR / Tag []
  3. Linienboot []
  4. 24h / 48h / 72h gibt es auch []
  5. Riesenteil []
  6. Betreiber des Nahverkehrs []
  7. oder equivalent []
  8. RFID []
KategorienAllgemein, Touren

Regen, Sonne, Mopped fahren..

7. August 2014 Keine Kommentare
Regen, Sonne, Mopped fahren..

Wetter ist unwichtig .. jedenfalls rede ich mir das immer wieder ein, wenn die Kiste bestiegen wird um ein paar Kilometer in den Bergen herum zu fahren. So nimmt man es dann auch in Kauf von strahlendem Sonnenschein gepeinigt oder von stroemendem Regen abgekuehlt zu werden. Ingress spielend Mopped fahren bringt dann zwei extrem interessante und spassige Hobbies zueinander und so faehrt man eben an einem Tag klitschnass und am naechsten im eigenen Saft durch die Welt.

Waehrend am ersten Tag noch Ingress und das Alpenvorland im Fokus stand, wurde der zweite Fahrtag fuer die uebliche 450 km Runde von Muenchen nach Garmisch, Namlos, Hahntennjoch, Kuehtai, Ochsengarten, Stilzer Sattel, Walchensee, Mittenwald, Leutaschklamm genutzt. Ausnahmsweise mal mit Sozia, die hoffentlich mehr vom Kradfahren angefixt wurde. Auch wenn am ersten Tag deutlich mehr „Umwelteinfluss“ die Kleidung benaesste. Tja, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falshce Kleidung.

Betriebsausflug…

26. Juli 2013 2 Kommentare
Betriebsausflug...

wird in den Raum geworfen. „Gehst‘ schon mit?“ – „WTF?! Wandertag bissu doof?“ – „Na, Depp, Mopped fahn und Zeix..“ – „Warum nachad ned, dabei.“

Und da stand ich dann, morgens um 6:581 am Mopped, fixierte photographisch noch schnell den KM Stand von 112.000 km und packte ein Sixpack Wasser 0.33 l in den Alukoffer. Es sollte warm werden, ziemlich warm … scheiss heiss um genau zu sein. Um 07:30h ist Treffpunkt in der Firma. Nun ist das Gelaende recht gross und hat einige kleine Seitenstrassen, die Hausnummern folgen keinem mir bekannten Prinzip und so ist es mehr dem Zufall geschuldet, dass ich puenktlich zum einchecken da bin. Gegen Unterschrift erhalte ich meine Zeitgutschrift, denn der Tag mit Ausflug wird voll uebernommen, sowie einen 10.- EUR Schein, als Brotzeitgeld. Jetzt mal im Ernst, nen freien Tag mit Moppedfahren und noch Taschengeld? Bin ich in der Anstalt?

Als Truppe mit 17 Moppeds und 20 Teilnehmern rollern wir los, naja gerollert hat in dem Fall nur Geheimrat Brosche2 auf seinem Burgman 650 Wohnklo und er kennt auf dem Eimer keine Gnade. Wir zischen Richtung Kesselberg, runter am Plansee Richtung Namlos, rauf aufs Hahntennjoch und der Knaller haengt an mir wie eine Klette. Voller Stolz kriege ich das auch mehr oder minder schonungslos offenbart. Bei jeder der kleinen Pausen ein zufriedenes Grinsen auf seinen Backen und die Ansage, ich haette ihn wieder nicht abgehaengt.

Das gibt mir zu denken. Faehrt der kleine Mann so gut oder fahre ich mittlerweile so schlecht, dass ich einem 650er Roller nicht weg komme? Klar, voll angasen auf der Geraden, da mach ich Meter aber kaum an der Kehre, quaele ich mich rum als fiele die Karre gleich um. Der Reifen singt so laut auf der Strasse, dass ich trotz +40°C das Visier schliesse um keinen Tinnitus zu bekommen. Nach der halsbrecherischen Fahrt vom Hahntennjoch nach Imst fraegt mich einer der Teilnehmer, wann ich mal meinen Reifen zerlegt habe. Meinen Reifen? Messwerkzeug aus dem Tankrucksack um das offensichtliche in kalte Zahlen zu bekommen. Ich fahre die ganze Zeit mit sagenhaften 0.2 Bar spazieren. Der Pneu ist heiss gewalkt wie nie zuvor und meine guten Vorsaetze, dem Kraftfahrzeug mehr Aufmerksamkeit zu schenken, werden erneuert.

Nach einem kurzem Stop bei einer der 1.44 EUR/Liter Super ROZ 95 Tankstellen mit Druckluftversorgungseinheit fuer die Bereifung war ich wieder mit 2.2 Bar auf der Strasse und erlebte3 ein voellig neues Fahrgefuehl an diesem Tag, naemlich so, wie es sein soll. Tja, damit war es das dann auch mit der Klette. 1. Kehre und tschuess bei der Einfahrt zum Ochsengarten. Die unten abgebildete Pizza im Standardformat 40 cm ist uebrigens von Roberto, einer Pizzeria nahe Oetztal4 mit hervorragendem Service, prima Preisen, tollem Ambiente und allem Schnickschnackschnorum.

Wieder daheim um 21:00 mit 450 km mehr auf der Uhr, 6 x 0.33 l Wasser, 3 x 0.4 l Spezi und einer Pizza im Wanst. Betriebsausfluege sind oede? Kann ich so nicht unterschreiben.

  1. wenn das Navi Recht hat []
  2. ein Kollege, 2 Zimmer weiter []
  3. hach welche Ueberraschung []
  4. genauer weiss ich es leider nicht, finde es aber bestimmt wieder []

Goodbye US of A…

15. Juni 2013 Keine Kommentare
Goodbye US of A...

heute ist der Tag des Abschieds. Vor der Fahrt zum Flughafen erhielten wir noch Besuch von den lokalen Ingress Spielern, die uns die besten Stellen zum farmen nach High-Level Items verrieten und von uns ein paar Souvenirs vom Meetup in Austin erhielten um ihre Mitspieler mit Aufklebern fuer ihre Fraktion zu versorgen. Danach ueber ein paar kleine Umwege geht es Richtung George Bush Intercontinental Airport um den Leihwagen zurueck zu geben. Rueckgabe war problemlos und der Shuttlebus brachte uns vom CarTerminal zum Abflugterminal, in dem wir nach der Security Kontrolle noch eine Weile verbrachten.

Tja und nun sassen wir im Flieger nach London, 9 Stunden Filme gucken, Essen, immer wieder Getraenke gebracht bekommen, Dampfen im Stealthmode und die Uhr huepft immer mal eine Zeitzone weiter. Auf der Hinreise ist man quasi am selben Tag nach 8h am Ziel, zurueck dank Zeitumstellungen mit der selben Flugzeit kommt man 1 Tag spaeter erst daheim an.

Unsere Befuerchtung, die sehr kurze Umsteigezeit in Heathrow koennte zu einem Problem werden, haben wir uns im Vorfeld damit weg gefegt, dass es nun weit weniger problematisch ist, in London zu stranden als irgendwo in den USA. Im Zweifel fliegt von UK alle paar Minuten ein Vogel nach Sueddeutschland. Vor dem Landeanflug wurden dann alle Passagiere nach Muenchen aufgefordert, nach dem Aussteigen zu der Dame mit den orangenen Karten zu gehen, damit der Anschlussflug noch erreicht werden kann.

So erhielten wir unsere Express-Connection Karten, die wir vor uns haltend als VIP Pass nutzen konnten um bei langen Schlangen einfach den Fasttrack nutzen. Sehr praktisch so eine Karte, einfach mal behalten, kann man vielleicht nochmal gebrauchen. So erreichten wir voellig problemlos, den Laufschritt haetten wir uns sparen koennen, das Gate, an dem nach ein paar Minuten das Boarding begann. Von London nach Muenchen sind es dann nicht mal 2 Stunden und so haben wie unsere Fuesse schon nach kurzem Flug auf deutscher Scholle. Die typisch deutsche, unfreundliche Einreise- und Zollstation passiert fahren wir per Shuttlebus zum Dauerparkplatz und koennen per eigenem PKW vom Flughafen nach Hause fahren. Wie nach jeder Reise steht dann erst mal ausschlafen auf dem Plan um den Jetlag zu mindern.

Mal sehen wo es uns als naechstes hin treibt.

KategorienAllgemein, Ingress, Touren

Cruising Day…

14. Juni 2013 Keine Kommentare
Cruising Day...

es bleibt warm in Texas. Wie jeden vergangenen Tag auch, pruegelt das Quecksilber sich seinen Weg nach oben inRichtung der 40 Grad Marke. Bevor wir uns der erbarmlungslosen Hitze hingeben, kuehlen wir den Sportage auf angenehme 20°C runter.  Aussteigen wird nun zwar jedesmal zum Abenteuer mit dem Watschnbaum. Immer noch besser als permanent schwitzen.

Die texanischen Staedtchen sind eine Pracht. Die Outlet Malls, die man ueberall findet ebenso. Jedoch nutzt sich der Ahh und Ohh mit der Zeit ein wenig ab, nach knapp 2 Wochen ist man doch irgendwann angekommen und nimmt es als normal an. Haette uns vor 2 Wochen eine Riege F150 vor einem Whataburger noch ins Staunen versetzt, gehoert es nun zum Alltaeglichen und ich beginne es zu moegen. Auch so eine Sache, die mich retrospektiv betrachtet ein wenig nachdenklich macht. Meine massiven Vorurteile gegenueber dem Land, das fuer Oel in den Krieg zieht und sich deren letzter Anfuehrer im Alkoholrausch mit Gott persoenlich kommunizieren sieht, die Krankenversicherung als sozialistische Bevormundung verteufelt und die Grenze von Arm und Reich in eine unueberwindbare Schlucht wandelt, diese Vorurteile bestaetigen die Amerikaner die wir trafen, nicht. Natuerlich, die Klassiker, unglaublich dicke Menschen um Burgerladen, Grossvater und Enkel beim Einkauf von Desert Eagle fuer den Spass im Garten, grottenschlechte Autofahrer, alles vorhanden aber nichts, was so dramatisch waere, dass man das Land in Schutt und Asche legen muesste um die Welt zu retten.

Vor allem eben ein Querschnitt, der in Deutschland vermutlich nicht viel anders ausfallen wuerde. Gut, der mich nachhaltig beindruckende Schuffwaffensupermarkt ist hier unddenkbar aber sonst.. Jedenfalls ist das Bild vom generell verbloedeten Ami einem differenzierterem gewichen. Nun trifft man als Tourist normalerweise auf eine Handvoll Menschen, Bedienungen, Kassierkraefte und Hotelpersonal. Es gibt aber ab und an Gemeinsamkeiten, die Bruecken schlagen. Normalerweise ist es bei uns das Krad, wenn man auf dem motorisierten Zweirad reist, ist der trennende Kaefig des PKW nicht vorhanden und man kommt leichter und offener ins Gespraech, ueberall auf der Welt. Wir hatten Ingress. Dieses globale Spiel, bei dem man nur als Team Erfolg haben kann, bot uns die Moeglichkeit schnell und unkompliziert mit wildfremden Menschen in Kontakt zu kommen und wie aus der deutschen Ingresscommunity gewohnt waren alle, egal ob eigenes Team oder gegnerische Fraktion, immer gerne bereit zu helfen, informieren oder kamen auch extra durch die halbe Stadt gefahren um sich auf ein kleines Schwaetzchen zu treffen.

14 Tage USA sind morgen rum. 14 Tage Interstates, Grossstaedte, Doerfer, Malls, Burgerbuden, Seafood, Palmen, Meer und Menschen. Die Zeit Revue passieren zu lassen faellt beim abendlichen All U can eat nicht leicht, zu sehr ist man mit Ribs, Shrimps und Steak beschaeftigt. Ausserdem ist man noch mittendrin im amerikanischen Standard. Wir geniessen es einfach noch ein paar Stunden.

KategorienAllgemein, Ingress, Touren