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Dienstkradfahrt…

Dienstkradfahrt...

eigentlich sollte ich mit der mir so verhassten easyjet Fluglinie von Muenchen nach London Stansted und von dort aus vermittels Privat-Hire1 in die Grafschaft von Cambridge. Eigentlich .. denn uneigentlich schwebte mir schon lange vor, einfach mit dem Mopped zu $Kunde zu fahren. Da die Schulung fuer $Kunde am Montag beginnen soll, muss ich aber schon am Sonntag dort sein. Routenplaner gezueckt und gerechnet. In einem Tag sind 1280 km schon eine Ansage, also machen wir es auf zwei mal.

Erst von Muenchen nach Calais und am naechsten Morgen von Calais nach Dover oder Folkestone. Da es neben der klassischen Faehrverbindung2 auch noch den Eurotunnel3 gibt, stehen mir ja alle Wege offen. Aber erst mal muss ich nach Calais kommen. 1000 km. Ziemlich genau sogar, von Haustuer bis Calais. Also bin ich um 08:00h aufgestanden, habe meine Siebensachen gepackt, das grosse Laptop in den gepolsterten Rucksack gesteckt, ein wenig Leibwaesche zusammengesucht und mich brav und innig verabschiedet. Sind ja doch 2 Wochen, die ich weg bin. Nach mehreren Tassen Kaffee geht es um 10:00h endlich los, rauf auf die A99 und mit Halbgas4 ueber die A8 nach Stuttgart, weiter nach Karlsruhe und dann Pirmasens und Saarbruecken. Halbgas? Ja, ich fahre noch den TKC80 von der Schwarzmeertour und mit vollen Koffern5 auf der Stolle ist alles ueber 120 Sachen eine Tortur.

Ehe man sich versieht6 stehe ich in Luxembourg und tanke fuer 1.31 EUR/Liter die GS voll. Kaum richtig losgefahren, steht man schon in Belgien. Kleines Land dieses Luxembourg. Belgien ist nicht sehr spannend. Alles auf fraenzoesisch, und Autofahren koennen sie auch nicht richtig. Als ich nach guten 800 km dann wieder mal zum tanken von der Autobahn runterfahre7 verlangt der Belgier stolze 1.65 EUR fuer den Liter EUR95 bleifrei. Waehrend ich noch rauchend an der Tankstelle stehe, eine Dose Cola und eine BiFi mein Abendessen darstellen, denke ich daran, dass ich dank der offenen Grenzen ueberhaupt nicht mitbekommen habe, wenn ich von Land zu Land reise. So konnte ich natuerlich auch keine lustigen Bilder von Landesgrenzen schiessen. Diesen Gedanken noch im Kopf, steige ich auf die GS und fahre von der Tankstelle weg. 15 Meter nach der Tankstelle beginnt Frankreich. -.- Ein kleines Schild mit „France“ begruesst die Gaeste des Landes. Und wieder kein Bild aber diesmal habe ich das Schild gesehen.

Die Fahrt bis Calais verlief dann wieder recht ereignislos, wenn man vom einsetzenden Platzregen absieht, der mir die Sicht und die Laune nahm, meine Reusch Hose ist naemlich undicht. Mein Navi soll mich zum Etap Hotel fuehren, das macht es auch und ich komme direkt an der Zufahrt zum Eurotunnel vorbei. Dort sind grosse Schilder, wo man lang muss, wenn man nicht reserviert hat. Prima, hab ich nicht, nehm ich aber als Einladung wenigstens auf der Hinfahrt diesen Weg zu nehmen. Etap ist wie immer. Mini-Einheitszimmer mit dem Charme einer Bushaltestelle mit eingebauter Dusche. Aber fuer 42.- EUR / Nacht plus 4.90 EYPO fuer Fruehstueck, direkt am Terminal fuer Faehre und Eurotunnel, was soll ich meckern. Gegenueber ist das Ibis. Ab 79.- die Nacht, ist gerade im Angebot. Ab unter die Dusche, aufwaermen und dann schlafen, in 8h klingelt der Wecker8.

  1. im Prinzip auch nur Taxis, aber eben in allen Farben und nicht die klassischen Cabs []
  2. Calais-Dover []
  3. Calais-Folkestone []
  4. strich 120 km/h []
  5. der Rucksack steckt im Koffer, er waere nicht wasserdicht []
  6. ich habs dann an den Schildern gemerkt []
  7. ja, ich weiss aber man muss ja ankommen []
  8. um 07:00h also []

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