Geriatrische Gruppen Gymnastik …

… kurz GGG, beschreibt 3 ältere Herrschaften, die vermittels Einzylinderrollatoren die Landschaft zu erkunden suchen. Dabei wird das ein oder andere an Radler, Cappuccino, Kasspatzn und Millirahmstrudel verdrückt und man tauscht sich über den Inhalt der Medikamentendöschen aus, die jeder so im hohen Alter mit sich spazieren fahren muss, um nicht ad hoc vom Blitz getroffen zu Boden zu sinken und die Harfe zu erhalten.

Naja, ganz so jämmerliche Greise waren wir dann doch ned aber eines hatten wir dann doch gemein, die Brülltüten, die mittlerweile selbst durch die letzte Journaille gezogen werden, gehen uns mächtig auf die mittlerweile zum Knie hängenden Eier.

An einem flauschigen Sonntag, bei beinahe strahlend blauem Himmel, habe ich mich an eine Rollerausfahrt geklemmt, die ansonsten aus nur noch 2 von geplanten 6 Rollatoren bestanden hätte. Also nix wie hin an den Treffpunkt Chiemsee und ab Richtung Königssee, von dem ich übrigens genau nix gesehen habe.

Von Bernau über Inzell Richtung Berchtesgaden ging es weiter auf die Rossfeld Panoramastrasse, die mit 5.- EUR Maut pro Mopped recht heftig bepreist ist aber da ich dort noch nie herumkradierte und die Pan Aroma Geschichte in so schillernden Farben angepriesen wurde, spendierte ich dem Ticketautomaten die Kohle und wurde nicht enttäuscht.

Während ich Anfang Juli in Italien noch mutterseelenallein über die Berge in Südtirol bollerte, waren die Rossfeldstrasse und die umliegenden Landstrassen bummsvoll. Auch gab man sich hier weniger Mühe nicht unangenehm aufzufallen. Ich kann (vermutlich auf dem Alter geschuldet) inzwischen gut verstehen, wenn so mancher Klappenzauber und Nachrüsttopf die Anwohner zum Kotzen bringt. Dabei nimmt es sich auch wenig, ob es eine Dose oder ein Kraftrad ist. Laut ist stellenweise echt anstrengend.

Bei der ein oder anderen Rauch- / Fotopause musste das Gespräch abrupt beendet werden, wenn wieder irgend so eine Flitzpiepe mit 120dB im Tiefflug angerauscht kam. Aber ok .. jeder zieht seinen Spass aus was anderem.

All das konnte aber einen ganztägigen Ausflug in mir noch unbekannte Gegenden nicht wirklich trüben. Selten so tolle Berge, Täler, Wälder gesehen … einfach famos. Auch macht das Rollator fahren immer mehr Spass. Klar, es ist langsamer als mit der GS, man verhungert bei starken Steigungen aber diese erzwungene Langsamkeit, die man sich mit dem Dixieklo Cabrio erkauft hat und dass die Fuhre einfach leicht und wendig ist, verlockt geradezu einfach mehr Fotostops zu machen, öfter ran zu fahren und die Landschaft zu geniessen. Und dank meines neulich erworbenen Arschschonerkissens, hat mir nach 360 km der Poppes auf dem halbierten Rhönrad einfach mal nicht höllisch gebrannt und ich konnte aufrechten Ganges vom Mopped zum Haus latschen. Ist doch schon mal ein Anfang.

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