Wenn Du zur Garda gehst, vergiss Deine Maske nicht…

nein Schmarrn, kannste ruhig vergessen, kriegst halt eine im Hotel in die Hand.

Wenn man a) eine Vespa sein eigen nennt und 2) Resturlaub abfeiern muss, bevor dieser verfällt, so schickt es sich an, eine kleine Reise zu unternehmen.

Am 26.02.2020 den Entschluss gefasst, die wieder fahrbereite Runkel zu bewegen und das am Besten Richtung Berge. Also Sachen gepackt und auf die Reuse gespannt und am Sonntag drauf ging es los.

Erstmal grob Österreich angepeilt, das liegt quasi vor der Haustür, ist aber dann Tirol. Mag man ja nimmer .. also neue Peilung in das Mobiltelefon, welches per X-Grip am Lenker befestigt den Weg weist. Klappt auch erstaunlich gut.

Leider fällt mir schon nach wenigen Stunden Landstrasse und Kurvengejuckel der Arsch bald aus der Hose. Noch nie, ich schwöre, noch nie hatte ich so elende Arsch-Aua wie auf der Italienerin. Die Fahrstrecke zwischen den Pausen wird also merklich kürzer, der Jaufenpass jedoch stetig näher und so wummere ich mit meinen sagenhaften 24 PS aus nicht mal 300 ccm den Berg hoch und hinten, nach einer sehr dringenden Kaffeepause, wieder runter.

Wenn man nun schon mal in Südtirol ist, warum nicht hier die Zelte aufschlagen. Kleiner Schönheitsfehler an dem Plan … kein Plan. Da aber von Meran aus München deutlich weiter ist, als der Gardasee, nix wie hin. Und der liegt auch (teilweise) in Südtirol. Und in Venetien und der Lombardei ..

Ein günstiges Hotel zu finden ist einfach .. wenn man erst mal realisiert, hat, dass die Hälfte der Hotels und Gatronomie geschlossen ist (Corona Nachwehen). Das was offen hat, ist penibel darauf bedacht, alles nur erdenkliche zu erledigen, damit man nicht das nächste Opfer der fiesen Seuche wird. Es wird geputzt, desinfiziert, Masken verteilt an Touris, die ihre unter der Sitzbank vergessen beim auspacken .. usw.

Nichts gegen Urlaub in der Heimat und ein Söderbonus für überteuerte Hotels in Knacken an der Sacknaht hätte ich auch genommen. Der Bonus kam aber genauso wenig, wie eine bessere Bezahlung von Pflegepersonal.

Es spricht also im Grunde nichts gegen einen Ausflug ins Land der Pasta .. so grundsätzlich halt .. muss immer noch jeder selber entscheiden.

Der Rest ist schnell erzählt .. erst einen Tag lang den Monte Baldo von vorn nach hinten und von hinten nach vorn abgefahren, dabei gefühlt 10 Moppeds gesehen. Einen weiteren Tag den Valvestino und Manivapass für mich allein gehabt, denn die Moppeds auf der Tour konnte man an einer Hand abzählen und dann noch einen Tag an dem ich beim besten Willen, ausser im die Radlervorräte aufstocken musste, den Hintern auf die Sitzbank heben wollte.

So ergab es sich, dass der Donnerstag zum Tag der Abreise auserkoren wurde. Über Landstrassen gemütlich in die Heimat. Klang toll .. bis nach wenigen Stunden und quasi noch vor dem Penser Joch der Arsch wieder grosses Jammern verursachte. Das geht so nicht.

Also mit vielen kleine Pausen bis Hall gefahren und dort der örtlichen Louise ein aufblasbares Sitzpolster abgekauft. Leider hilft das wohl nicht mehr so toll, wenn der Hintern erstmal durch ist. Aber schlimmer wurde es auch nicht.

Kurz nach dem Tegernsee kam ich dann in die Mutter aller Unwetter und suchte vollkommen durchnässt an einer Tank Unterschlupf, bis das schlimmste vorbei war. Noch nie, war ich innerhalb von einer Minute komplett nass. Also von den Socken bis zum Hals. Alles pitschnass .. richtig zum Schuhe ausleeren. Aber was solls, nun nur noch Holzkirchen irgendwie umfahren, denn da hatte inzwischen die Feuerwehr die (für mich) wichtigste Verbindung zur B13 / B318 und A8 gesperrt. Also den Rest auch auf kleinsten Kreisstrassen, die zum Glyck kaum Verkehr aber dafür auch keinen Zeitvorteil brachten. 😉 Egal.

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