Fahrverbot in Tirol nun dauerhaft…

nun ist es Offiziell, die Tiroler Landesregierung hat Lack gesoffen. Steht quasi schwarz auf weiss auf der Homepage und wird wie folgt verklausuliert:

Die Bevölkerung im Bezirk Reutte wird bereits seit Jahren durch den ständig wachsenden Motorradverkehr durch Lärm stark belästigt. …
Aufgrund der erheblichen Lärmbelastung für die im Bezirk Reutte lebende Bevölkerung werden ab dem Jahr 2021 jeweils vom 15. April bis 31. Oktober eines jeden Jahres, Fahrverbote für besonders laute Motorräder Standgeräusch (Nahfeldpegel) > 95 dB (A) erlassen….

https://www.tirol.gv.at/verkehr/verkehrsrecht/motorrad-fahrverbot/

Damit sind weiterhin folgende Strassen, selbst für niegelnagelneue, zugelassene, unmodifizierte Motorräder mit einem Standgeräusch über 95 dB(A) nicht mehr in der Saison befahrbar.

– B 198 Lechtalstraße von Steeg (Landesgrenze Vorarlberg) bis Weißenbach am Lech
– B 199 Tannheimerstraße von Weißenbach am Lech bis Schattwald (Staatsgrenze Deutschland)
– L 21 Berwang-Namloser Straße von Bichlbach bis Stanzach
– L 72 Hahntennjochstraße 2. Teil von Pfafflar bis Imst (Passhöhe)
– L 246 Hahntennjochstraße 1. Teil von Imst (Passhöhe) bis Imst Kreuzung Vogelhändlerweg
– L 266 Bschlaber Straße von Elmen bis Pfafflar

https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/verkehr/verkehrsrecht/Motorradfahrverbot_Reutte/fahrverbote_reutte_Motorrad_2021_neu.pdf

Über den Unfug, das Standgeräusch als Merkmal zu verwenden, haben wir uns bereits ausgelassen .. ebenso über die Tatsache, dass in dem betroffenen Gebiet wohl mehr selige Ruhe Einzug halten könnte, als den Tourismusbetrieben und Gastronomen lieb ist. Hat Corona den Betreibern noch keinen Todesstoss versetzt, könnte dies der entscheidende Dolchstoss sein.

Ein Kommentar

  1. So sans halt, die in Restjugoslawien Nord. Gschissen haben die dort eh schon lang bei mir. Als Transit vom Oberjoch über Imst und Zams zum Reschen taugt die Gegend. Die Gastro dort kann mich schon kreuzweise aufgrund der an den Tag gelegten Arroganz bei den letzten Besuchen dort, was auch schon eher 7 Jahre her ist. Die Transittanke in Weißenbach ist seither der einzige Punkt zum Geldausgeben in Tirol, was man aus Trotz entgegen eigener Nachteile noch ändern können. Insofern halt worst case Szenario für die Dortigen: die vom Fahrgeräusch unabhängigen 92db Standgeräusch werden auch weiterhin gelegentlich mal durchsäuseln, ihre Bäume am Wegesrand werden weiterhin den sauren gelben Regen verspüren und finanziell bleibt im Lande nichts hängen. Wenn sie es denn unbedingt so wollen.
    Oder halt mal demonstrativ mit Übernachtung und Gaststättenbesuch die Vorarlberg-Variante testen. Kurz durch die Schweiz und Tanken in Liechtenstein oder doch schnell zum Pullern durch Tirol, geht beides.
    Den Gastronomen selbst ist die Problematik ja bekannt und zuwider. Sonst könnte man ja mal ein bekanntes Buchungsportal bemühen mit kostenloser Stornomöglichkeit und als Grund dann angeben, daß man ja mit dem Fahrzeug der Wahl nicht zu dem Etablissement anreisen kann.

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